25.12.2017 07:20
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
A: Agrarbeihilfen 2017 ausgezahlt
Als eine ihrer ersten Amtshandlungen als Landwirtschaftsministerin hat Elisabeth Köstinger die Hauptauszahlung für das Österreichische Agrarumweltprogramm (ÖPUL) und die Ausgleichszulage für Berggebiete sowie die Auszahlung der Direktzahlungen für das Antragsjahr 2017 angeordnet.

Es würden knapp 1,2 Mrd. Euro (1,41 Mrd. Fr.) an die Bäuerinnen und Bauern überwiesen, teilte Köstinger am vergangenen Mittwoch in Wien mit. Die Leistungsabgeltungen sorgten für Stabilität und ermöglichten nachhaltige Investitionen, betonte die neue Ressortchefin.

Mit der Auszahlung werden laut ihren Angaben 75% der ÖPUL- sowie der Bergbauernprogrammbeihilfen überwiesen. Bei den Direktzahlungen erfolge eine hundertprozentige Auszahlung für Betriebe mit vollständig eingearbeiteten Kontrollergebnissen. Die Direktzahlungen würden als wichtiger Einkommensbestandteil der Betriebe und auch als Lenkungsinstrument in Richtung nachhaltige Produktion ausbezahlt, erläuterte Köstinger. Diese Beihilfen unterstützten zum Beispiel die Anlage von Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) oder die Etablierung umweltgerechter Fruchtfolgen.

Für Junglandwirte werde mittels einer Top-Up-Zahlung eine ergänzende Unterstützung angeboten. Über das ÖPUL würden freiwillige, über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Massnahmen gefördert. Dabei werde auf die Erhaltung und Förderung der pflanzlichen und tierischen Biodiversität, den Schutz der Grund- und Oberflächengewässer vor stofflichen Einträgen als auch auf den Schutz der landwirtschaftlich genutzten Böden abgezielt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das errechnete ÖPUL-Fördervolumen der Ministerin zufolge um 30,8 Mio. Euro auf 437,6 Mio. Euro (512 Mio. Fr.) gestiegen.

Besonders erfolgreich seien die Massnahmen „Biologische Wirtschaftsweise“ und „Naturschutz“ sowie „Vorbeugender Grundwasserschutz“ und Massnahmen im Bereich Tierschutz und Stallhaltung. Für das kommende Antragsjahr werde mit einer weiteren Steigerung der ÖPUL-Zahlungen gerechnet, erklärte Köstinger. Zur Ausgleichszulage stellte sie fest, dass damit Betriebe in benachteiligten Gebieten für die erhöhten Bewirtschaftungskosten der Flächen entschädigt würden. Dadurch werde die Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung auch von schwer zugänglichen oder schwer zu bearbeitenden Flächen und Regionen gewährleistet.

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