Mittwoch, 2. Dezember 2020
21.10.2015 06:42
Österreich

A: Bodenversiegelung problematisch

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Von: AgE

Der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, Kurt Weinberger, hat erneut auf die Verbauung und Zerstörung fruchtbaren Bodens im eigenen Land hingewiesen und entsprechende Lösungsvorschläge gemacht.

„Wir betonieren jährlich 0,5% unserer Böden zu, doppelt so viel wie Deutschland oder die Schweiz“, kritisierte er nach Angaben der Landwirtschaftskammer Österreich vergangene Woche in Wien. Um diesem Negativtrend entgegenzusteuern, seien anstelle von Neubauten im Grünen
Anreize zur Wiederbelebung von Ortskernen und stillgelegten Immobilien zu schaffen.

„Laut Umweltbundesamt gibt es österreichweit 13’000 ha ungenutzte Industriehallen. Bei Berücksichtigung aller leerstehenden Wohn- und Geschäftsimmobilien sind es rund 50’000 ha“, gab Weinberger zu bedenken. Indes sprach sich Prof. Gottfried Holzer von der Universität für Bodenkultur in Wien (Boku) für eine überregionale Steuerung der Bodenplanung auf Landesebene aus, die den Ermessensspielraum der Kommunen bei Flächenwidmungen massiv einschränken und konkret landwirtschaftliche Vorrang- sowie Siedlungsflächen festlegen müsse.

Hierbei seien die Qualität und die Bewertung des Bodens zu berücksichtigen. Der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Agrar- und Umweltrecht, Roland Norer, wies unterdessen darauf hin, dass die Schweizer Regierung der Verbauung in Kürze mit einer Mehrwertabschöpfung beim Verkauf umgewidmeter Böden begegnen wolle. Ausserdem gebe es dort Volksinitiativen zum Erhalt des Kulturlandes, wobei argumentativ die Sicherstellung der Ernährungssicherheit im Vordergrund stehe.

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