30.07.2018 13:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Argentinien
Agrarminister gegen Protektionismus
Die Landwirtschaftsminister der G20-Staaten haben sich bei ihrem Treffen in Argentinien gegen Protektionismus und für mehr Klimaschutz im Agrarbereich ausgesprochen. In ihrer Abschlusserklärung hoben die Minister aus den 20 grossen Industrie- und Schwellenländern die Bedeutung eines «transparenten, offenen und regelbasierten multilateralen Handelssystems» hervor.

Die Erklärung sei «einmütig» gefasst worden, sagte der gastgebende argentinische Ressortchef Miguel Etchevehere am Samstag in Buenos Aires.

Sorgen vor protektionistischen Tendenzen


In ihrer Erklärung äusserten die Minister ihre Sorge vor zunehmenden protektionistischen Tendenzen. Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln müsse der offene Austausch von Agrargütern fortgesetzt werden, forderten sie. Dies sei auch ein Beitrag zur «Ausmerzung von Hunger und Armut».

Die Erklärung wurde auch von US-Agrarminister Sonny Perdue mitgetragen. Die Regierung in Washington hatte auf Grundlage der «America First»-Politik von Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten durch die Verhängung von Strafzöllen einen internationalen Handelskonflikt angezettelt, der auch vor dem Agrarsektor nicht Halt machte.

Beschränkung bei Antibiotika

In ihrer Abschlusserklärung sprachen sich die Minister für «Verbesserungen der nachhaltigen Bodennutzung» aus. Sie äusserten zugleich ihre Sorge über die «wachsende Häufigkeit und Intensität extremer Klimaphänomene und ihre Auswirkungen auf die Landwirtschaft».

Konkret sprachen sich die G20-Minister laut der deutschen Agrarministerin Julia Klöckner für eine deutliche Beschränkung beim Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung aus. Alle hätten sich dazu bekannt, dass Antibiotika nur zu therapeutischen Zwecken und nicht präventiv oder zur Wachstumsförderung in der Tierhaltung eingesetzt werden dürfe. 

Die Länder der G20-Gruppe verfügen über gut 60 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen auf der Erde. Sie stehen zudem für 80 Prozent des weltweiten Handels mit Agrarprodukten.

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