21.06.2013 10:14
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Bulgarien
Agrarminister lässt «fachlich nicht kompetente Beschäftigte» ermitteln
Bulgariens neuer Landwirtschaftsminister Dimitar Grekov will als eine seiner ersten Amtshandlungen den Leistungsstand im Haus prüfen. Dazu hat er eine betriebsinterne Untersuchung der fachlichen Qualifikation der Ressortmitarbeiter angeordnet.

Dabei sollen Medienberichten zufolge die Personen ermittelt werden, die „über keinerlei Qualifikationen für eine Tätigkeit im Landwirtschaftsministerium verfügen oder denen die Eignung zur Teamarbeit fehlt“. Wie der Minister in der ersten Juniwoche in einer Fernsehsendung betonte, handelt es sich bei dieser Prüfung „nicht im Geringsten um eine Säuberungsaktion kommunistischer Art“. Es gehe lediglich darum, die „fachlich nicht kompetenten Beschäftigten“ zu ermitteln, die „Minen“ der Amtsvorgänger, „die täglich im Ministerium losknallen“, so Grekov wörtlich.

Er verwies in dem Zusammenhang auf eine Mitteilung der bulgarischen Europaabgeordneten Iliyana Yotova, wonach Sofia Gefahr laufe, 51 Mio. Bulgarische Lew (32 Mio. Fr.) an EU-Fördermitteln zu verlieren. Der Minister unterstrich, er persönlich werde gemeinsam mit seinen Mitarbeitern um jeden Cent aus Brüssel kämpfen. Besonders im Hinblick auf die bulgarische Landwirtschaft lasse die Nutzung von EU-Mitteln noch zu wünschen übrig.

Als eine Möglichkeit, Fördergelder aus Brüssel für den Agrar- und Ernährungssektor stärker in Anspruch nehmen zu können, schlug der Minister die Gründung von gemeinsamen Genossenschaften von Landwirten und Branchenorganisationen vor.

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