7.06.2015 09:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Lebensmittel
Agrarprodukte am Weltmarkt immer preiswerter
Die Weltmarktpreise für wichtige Agrarrohstoffe beziehungsweise Grundnahrungsmittel sind weiter gesunken.

Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vergangene Woche mitteilte, lag der von ihr monatlich ermittelte Preisindex im Mai bei 166,8 Punkten und damit so niedrig wie seit September 2009 nicht mehr. Damals hatte neben relativ hohen Erntemengen die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise die Agrarpreise gedrückt.

Im Monatsvergleich fiel der Index jetzt um 1,4 %; gegenüber Mai 2014 beläuft sich der Rückgang auf 20,7 %. Die aus Sicht der Anbieter negative Entwicklung wurde von drei Produktgruppen vorangetrieben: Laut FAO verringerten sich der Getreidepreisindex gegenüber April um 3,8 % auf 160,8 Punkte, der Index für Milchprodukte um 2,9 % auf 167,5 Punkte und der für Fleisch um 1 % auf 171,4 Punkte. Als Gründe nennt die UN-Organisation hohe Getreidebestände bei gleichzeitig weiter guten Ernteaussichten, das Erreichen der saisonalen Milchproduktionsspitze in Europa und günstige Fleischexporte der USA - auch wegen des dortigen Ausbruchs der Geflügelpest.

Dagegen kletterten im Mittel der Pflanzenöl-Index um 2,6 % auf 154,1 Punkte und der Zucker-Index um 2,0 % auf 189,3 Punkte. Die FAO macht für die Verteuerung von Pflanzenöl einerseits Bedenken hinsichtlich der Erntemenge in Südostasien wegen möglicher El-Niño-Phänomene und andererseits die nach wie vor feste Sojaölnachfrage verantwortlich. Der Preisanstieg von Zucker ist der FAO zufolge vor dem Hintergrund eines schleppenden Starts der Zuckerrohrernte in Brasilien zu sehen; mittelfristig stünden die Preise jedoch eher unter Druck.

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