Dienstag, 27. September 2022
21.04.2019 08:25
Schweden/Dänemark

Angst vor erneuter Dürre

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Von: AgE

In Teilen Skandinaviens wächst wegen der ausbleibenden Regenfälle die Sorge vor einer erneuten Dürre.

Medienberichten zufolge wurden in Dänemark in den letzten Wochen kaum Niederschläge verzeichnet, so dass die Landwirte in einigen Regionen so früh wie noch nie mit der Bewässerung ihrer Felder begonnen haben. Auch in Schweden ist die Wasserversorgung in wichtigen Anbaugebieten weit von normalen Verhältnissen entfernt, so dass laut dem Fachmagazin ATL beispielsweise in Südschweden die Regner etwa einen Monat früher angelaufen sind als in „normalen“ Jahren.

Die Nervosität wachse hier ebenfalls, da die Wasservorräte im Boden über den Winter längst nicht in ausreichendem Mass aufgefüllt worden seien. Bleibe der Regen in den kommenden Wochen aus, sei die Ausgangslage für die Ernte daher noch schlechter als im vergangenen Jahr.

Nach Einschätzung des zum Dachverband der dänischen Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) gehörenden Agrarforschungszentrums (SEGES) ist es aktuell aber noch zu früh, um von einer ausgeprägten Trockenheit zu sprechen. Sofern bei der Saatbettbereitung alles richtig gemacht worden sei, könne auch bei den Sommersaaten immer noch mit einem normalen Aufgang gerechnet werden, erklärte der SEGES-Fachmann Troels Toft gegenüber Landbrugs Avisen.

Ungeachtet dessen ist der Dürreindex des staatlichen Wetterdienstes DMI im April auf den höchsten Stand gestiegen, der für diesen Monat in den letzten 15 Jahren verzeichnet worden ist. Die monatelange Dürre des vergangenen Jahres hatte in Dänemark 2018 für drastische Ertragseinbrüche gesorgt. Mit 7,2 Millionen Tonnen war das Getreideaufkommen um 28 % hinter dem Vorjahresniveau zurückgeblieben. 

In Schweden hatten die Bauern gegenüber 2017 sogar ein Minus von 45 % auf 3,25 Millionen Tonnen verbucht. Die Getreideernte war damit so niedrig ausgefallen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. 

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