4.08.2019 17:39
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Australien
AU: Petition gegen falsche Milchprodukte
Landwirte in Australien haben eine Kampagne gestartet, um den Begriff „Milch“ zu schützen. Erzeugnisse, die auf pflanzenbasierten Produkten basieren, sollten diese Bezeichnung nicht mehr führen dürfen, fordern die Farmer. Auf der Webseite „AustralianFarmers“ des nationalen Bauernverbandes (NFF) werden die Verbraucher aufgerufen, die Petition #ReclaimMilk zu unterstützen.

Damit soll die australische Regierung dazu gebracht werden, dass pflanzliche Ersatzprodukte aus Soja, Nüssen, Kokos und Reis nicht mehr irreführend als Milchprodukte gekennzeichnet werden dürfen. „Wir möchten die Wahrheit bei der Produktkennzeichnung wiederherstellen, damit die Verbraucher eine ehrliche Auswahl von Lebensmitteln und Getränken treffen können“, heisst es in dem Aufruf.

Die australischen Landwirte kritisieren, dass die „Fake-Milchprodukte“ den Konsumenten suggerierten, ernährungsphysiologisch gleichwertig zu sein. Das sei aber auch laut wissenschaftlichen Studien nicht der Fall. Die Organisatoren der Kampagne wiesen ferner darauf hin, dass Länder wie Frankreich oder Kanada die Bezeichnung Milch für pflanzliche Ersatzprodukte bereits verboten hätten.

Auch in den USA und durch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum europaweit geltenden Bezeichnungsschutz für Milch und Milcherzeugnisse gebe es ähnliche Regeln, die teilweise sogar strafbewehrt seien. Australien hinke bei dieser Problematik hinterher, was sich durch eine Änderung der Vorschriften zur Lebensmittelkennzeichnung ändern müsse. 

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