30.05.2018 16:13
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Saatgut
Bayer: KWS geht leer aus
Der niedersächsische Saatguthersteller KWS Saat muss seine Hoffnungen auf das Gemüsesaatgutgeschäft von Bayer begraben. Die EU-Kommission hatte den Chemiekonzern BASF am Dienstag als den geeigneten Käufer für alle Firmenteile anerkannt, von denen sich Bayer für die Freigabe der Monsanto-Übernahme trennen muss.

Dazu gehört auch das Gemüsesaatgutgeschäft. «Wir haben die Entscheidung wahrgenommen und akzeptieren, dass das Geschäft in die Hände von BASF kommt», sagte ein KWS-Sprecher am Mittwoch. «Etwaige neue Schritte liegen nun bei BASF.»

Der niedersächsische Saatguthersteller hatte seine unverbindliche Offerte für das Bayer-Gemüsesaatgutgeschäft zu Wochenbeginn erneuert. KWS hatte gehofft, von den europäischen Wettbewerbshütern als passender Käufer für das Geschäft angesehen zu werden - statt der BASF, die von Bayer eigentlich schon den Zuschlag erhalten hatte. 

Die EU-Kommission hatte am Dienstagabend allerdings erklärt, dass BASF die regulatorischen Anforderungen erfülle und der geeignete Käufer für die Bayer-Geschäfte sei. Eine BASF-Sprecherin erklärte, der Konzern wolle mit dem Erwerb des Bayer-Gemüsesaatgutgeschäfts seine künftige Saatgutplattform stärken und die Marktposition seines Agrargeschäfts weiter ausbauen. Darüber hinaus gab sie keine Stellungnahme ab. 

Insgesamt gehen Geschäfte mit einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro für insgesamt 7,6 Milliarden Euro an BASF. Der Ludwigshafener Chemiekonzern ist der grosse Nutzniesser des Mega-Deals und kann damit ins Saatgutgeschäft einsteigen. KWS Saat ist der weltweit viertgrösste Saatguthersteller und die Nummer eins bei Zuckerrübensaatgut.

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