27.04.2015 14:54
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Bulgarien
BG: Agrarbodenpreise kräftig gestiegen
In Bulgarien haben sich Agrarflächen im vergangenen Jahr kräftig verteuert. Im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten sind landwirtschaftliche Areale dort aber noch immer sehr preiswert zu haben.

Wie das Nationale Statistikinstitut (NSI) berichtete, mussten 2014 für 1 ha landwirtschaftliche genutzte Fläche im Schnitt 6'840 Lew (3'665 Fr.) gezahlt werden. Das waren 15,2% mehr als im Jahr davor und gut doppelt so viel wie noch im Jahr 2010 mit 2 790 Lew/ha (1'495 Fr.). Für bulgarische Verhältnisse besonders teuer sind Agrarflächen im Nordosten des Landes, für den die Statistiker einen durchschnittlichen Preis von 9'570 Lw/ha
(5'130 Fr.) ermittelten, womit das Vorjahresniveau um 15,7% übertroffen wurde.

Bezogen auf einen Hektar mussten die Käufer für Ackerflächen in Bulgarien im vergangenen Jahr im Mittel 7'080 Lw (3'795 Fr.) zahlen, 14% mehr als 2013. Der durchschnittliche Kaufwert für Obstplantagen stieg dagegen nur um 1,6 % auf 4'400 Lw (2'360 Fr.). Besonders stark verteuert hat sich 2014 der Erwerb von Weinbergen, und zwar um 41,3% auf 4'510 Lw/ha (2'420 Fr.). Für Grünlandflächen wurden im Schnitt 2'460 Lw (1'320 Fr.) pro Hektar gezahlt, was gegenüber 2013 einen Aufschlag von 24,2% bedeutete.

Mit den Kaufpreisen erhöhten sich auch die Pachten: Im Landesmittel hatte ein Pächter von landwirtschaftlicher Fläche zuletzt 410 Lw/ha (220 Fr.) aufzuwenden. Verglichen mit dem vom Statistikamt im Jahr 2010 ermittelten durchschnittlichen Pachtzins von 230 Lw/ha (123 Fr.) entsprach das fast einer Verdoppelung.

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