3.12.2012 17:29
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
Billigeres Schweinefleisch bremst Chinas Inflation
Die chinesischen Konsumenten mussten im Oktober 2012 beim Nahrungsmitteleinkauf etwas tiefer in die Tasche greifen. Wie das Nationale Statistikamt mitteilte, lag der Preisindex für Lebensmittel um 1,8 % über dem entsprechenden Vorjahreswert und bewegte sich damit im Bereich der allgemeinen Inflationsrate von 1,7%.

Innerhalb der Nahrungsmittel verteuerten sich im Vergleich zu Oktober 2011 mit einem Plus von jeweils fast vier Prozent vor allem Getreide, Fette und frisches Obst. Für Milchprodukte musste 3,1% mehr Geld aufgewendet werden.

Ganz anders verlief dagegen die Entwicklung bei Fleisch und Wurst. Für diese Produktgruppe stieg das durchschnittliche Preisniveau gegenüber dem Vormonat zwar um 0,8% an. Im Vergleich zu 2011 waren diese Waren jedoch 4,7% günstiger zu haben. Am deutlichsten fiel dabei das Minus bei Schweinefleisch aus, das dem Konsumenten im Oktober 15,8% preiswerter offeriert wurde als zwölf Monate zuvor. Stärker war der Rückgang bei keinem anderen Gut und keiner anderen Dienstleistung im Warenkorb.

Dem Statistikamt zufolge hat der Preisverfall für Schweinefleisch aufgrund der grossen Bedeutung dieses Produktes die allgemeine Inflationsrate im Oktober um fast 0,6 Prozentpunkte nach unten gedrückt. Im gesamten Zeitraum von Januar bis Oktober lag die allgemeine Preissteigerung in China bei durchschnittlich 2,7%.

Lebensmittel verteuerten sich im Mittel um 5,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Günstiger konnten die chinesischen Konsumenten in dieser Zeitspanne nur Eier und Schweinefleisch einkaufen, deren Preise im Schnitt um 4,6% beziehungsweise 4,2% unter dem Vorjahresniveau lagen.

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