5.06.2017 14:27
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Agrarbudget
Brexit gefährdet EU-Agrarbudget
Mit Blick auf den Brexit hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan erneut vor zu starken finanziellen Zugeständnissen gegenüber den Landwirten im Anschluss an die geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 gewarnt.

Der Ire wies am Rande des informellen Agrarrates am Montag vorvergangener Woche in Malta darauf hin, dass das verfügbare Budget momentan nicht seriös festgestellt werden könne, solange die finanziellen Trennungsmodalitäten mit den Briten noch nicht geklärt seien.

Allerdings stellte der Agrarkommissar klar, dass die Europäische Union ihre Verpflichtungen an die britischen Landwirte einhalten werde, solange diese Teil der Gemeinschaft seien. Voraussetzung sei allerdings, dass das Vereinigte Königreich sich bis dahin - wie vereinbart - an der Finanzierung beteilige. Die Gemeinschaft der EU-27 pocht in ihren Verhandlungsdirektiven darauf, dass Grossbritannien alle seine finanziellen Verpflichtungen gegenüber Brüssel erfüllt. Im Raum stehen hier Summen von bis zu 100 Mrd. Euro.

Allerdings wollte eine Sprecherin des Auswärtigen Rates diese Zahl gegenüber AGRA-EUROPE nicht bestätigen. Der fällige Betrag hänge zudem von der Methodik der Berechnung ab, hiess es hierzu von offizieller Seite. Auf die Zukunft der britischen Agrarpolitik nach dem Brexit angesprochen, forderte Hogan die Regierung in London auf, ihren Landwirten ein klares Konzept vorzulegen. Die britische Regierung müsse ihren Bauern seriös darlegen, wieviel finanzielle Förderung ihnen nach dem Verlassen der EU noch zur Verfügung stehe, erklärte der Kommissar.

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