25.06.2017 14:08
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Brexit
Brexit trifft dänische Agrarexporte
Der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union dürfte für den dänischen Agrar- und Ernährungssektor zu Beginn selbst unter günstigen Voraussetzungen teuer werden.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, in der Agrarökonomen der Universität Kopenhagen die Auswirkungen des Brexits auf die heimische Agrarbranche untersucht haben. Nach ihrer Prognose dürften die dänischen Agrarausfuhren ins Vereinigte Königreich selbst bei Abschluss eines Freihandelsabkommens mit der EU um 48 % einbrechen. Im Falle eines „harten Brexits“, bei dem im wechselseitigen Exportverhältnis die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) zum Tragen kämen, sei sogar ein Rückgang von fast 80 % zu befürchten.

Die Autoren der Studie gehen allerdings davon aus, dass der dänische Agrarsektor den Großteil des Geschäftsausfalls über die Erschließung neuer Märkte und durch den Ausbau bestehender Handelsbeziehungen kompensieren kann. Umgekehrt werde es aber für die britische Agrarwirtschaft deutlich schwerer werden, die eigenen Verluste auszugleichen. Der dänische Landwirtschaftsminister Esben Lunde Larsen sieht die Ergebnisse der Studie als Ansporn für die Verhandlungsführer der EU und Großbritanniens, ein für beide Seiten ausgewogenes Ergebnis zu erzielen. Die Analyse unterstreiche aber auch die Bedeutung der Erschließung neuer und diversifizierter Märkte.

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