10.05.2013 09:25
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Bulgarien
Bulgarien: Staatsreserven an Lebensmitteln sinken auf kritisches Niveau
In Bulgarien haben die Staatsreserven an Agrarprodukten und Lebensmitteln sowie an Medikamenten und Treibstoffen einen kritischen Stand erreicht. Grund sind Finanzierungsprobleme infolge Kürzung des Budget.

Wie die Sofioter Agentur profit.bg weiter berichtete, sind die Bestände im Schnitt zu 70% aufgebraucht, so dass das Land im Fall einer internationalen Krise nahezu „unversorgt“ wäre.

Für die staatliche Vorratshaltung an Weizen gelte eine Norm von 90 Tagen. Dem Finanzministerium in Sofia zufolge belaufe sich die aktuelle Weizenmenge in staatlicher Hand aber nur auf 15'000 Tonnen, was den Bedarf von bestenfalls fünf Tagen decke. Im Krisenfall wären auch die staatlichen Viehfuttervorräte für die Rinderhaltung sehr schnell ausgeschöpft. Die Vorschriften sähen hier eine Menge vor, die ausreichend sei für die Dauer von 30 Tagen. Das tatsächlich derzeit verfügbare Futter wäre aber binnen weniger Stunden aufgebraucht, berichtete profit.bg.

Für die Versorgung der Bevölkerung mit Mineralwasser sei ein Volumen von 3 Millionen Liter vorgeschrieben. Tatsächlich belaufe sich die aktuelle Vorratsmenge „genau auf Null“.

Als Grund für die fast leeren staatlichen Vorratslager werden Finanzierungsprobleme angegeben. Die zuständige Agentur für Lebensmittelsicherheit habe drastische Budgetkürzungen hinnehmen müssen und sei deshalb ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Lieferanten nicht oder zumindest nicht termingerecht nachgekommen.

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