21.01.2014 09:48
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Bulgarien
Bulgarien will Biolandbau deutlich ausbauen
Bulgariens Landwirtschaftsminister Dimiter Grekow sieht im ökologischen Landbau den besten Weg zur landwirtschaftlichen Weiterentwicklung des südosteuropäischen Landes und will das Segment in Zukunft noch deutlich ausbauen.

Wie Grekow vergangene Woche in Berlin erklärte, bietet Bulgarien aufgrund seiner klimatischen und geographischen Voraussetzungen beste Bedingungen für die biologische Wirtschaftsweise. Die Regierung habe sich den Ausbau dieses Wirtschaftszweiges auch deshalb auf die Fahnen geschrieben, weil der Ökolandbau auf gleicher Fläche tendenziell mehr Menschen Arbeit ermögliche, die Umwelt schütze und gefragte Güter für den Export liefere.

Nach Angaben des Ministers hat das Land am Schwarzen Meer in den letzten Jahren bereits erhebliche Fortschritte beim Biolandbau verzeichnet. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums betrug die ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche in Bulgarien zuletzt rund 80'000 ha und hat sich damit in den zurückliegenden vier Jahren praktisch versechsfacht. Die Zahl der Ökobetriebe ist im gleichen Zeitraum sogar um den Faktor 8 auf rund 3'800 Unternehmen gestiegen.

Dabei wird laut Agrarressort durchaus auch mit dem Blick auf die umliegenden Absatzmärkte produziert. Die staatliche Förderung erhielten beispielsweise nur die Landwirte, die nach den Standards des EU-Ökosiegels arbeiteten. Grekow betonte in diesem Zusammenhang die zunehmende Ausrichtung der bulgarischen Ökolandwirtschaft auf qualitativ hochwertige Erzeugnisse.

Dies trage in einigen Bereichen bereits Früchte. So sei bulgarischer Biohonig im Ausland inzwischen so gefragt, dass 90% der gesamten Produktion exportiert würden. Angesichts dieser Erfolge kündigte der Minister am Rande der Grünen Woche selbstbewusst die Bewerbung Bulgariens als offizielles Partnerland der IGW für das Jahr 2018 an.

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