8.10.2017 08:45
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Butterpreise wirken sich aus
Die Ertragslage der deutschen Hersteller von Back- und Süsswaren sowie Knabberartikeln ist im Zuge der deutlich gestiegenen Butterpreise unter Druck geraten. Das hat der Bundesverband der Deutschen Süsswarenindustrie (BDSI) betont und auch auf die erhöhten Kosten für Eier und Eierzeugnisse hingewiesen, die die Ausgaben der Unternehmen zusätzlich in die Höhe trieben.

„Die stark gestiegenen Rohstoffpreise könnten zu Preissteigerungen führen, die tendenziell an den Verbraucher weitergegeben werden könnten“, so BDSI-Hauptgeschäftsführer Klaus Reingen in Bonn.

Der Verband zog Informationen von „Marktinfo Eier & Geflügel“ (MEG) heran, dessen Preisindex für Eier in den vergangenen beiden Monaten um rund 40 Prozentpunkte zugelegt habe. Grund dafür sei die gegenüber dem Angebot deutlich überwiegende Nachfrage.

Weihnachtsbutter wird teurer

Nach dem Fipronilskandal stehe weniger Ware aus den Niederlanden zur Verfügung. Bis die vom Lebensmitteleinzelhandel geforderten Qualitäten erreicht würden und sich das Angebot insgesamt wieder normalisiert habe, werde es noch Monate dauern.

Der Bundesverband verwies ausserdem auf die drastische Steigerung der Butterpreise, die die Verbraucher auch noch selber beim vorweihnachtlichen Backen zu spüren bekommen würden.

Butter doppelt so teuer

Binnen Jahresfrist habe hier fast eine Verdopplung stattgefunden. Allerdings war bei den Notierungen für Blockbutter zuletzt eine Trendwende festzustellen, so dass die Tendenz inzwischen nach unten zeigt.

Nach einem Rückgang um 22 Rappen beziehungsweise 11 Rappen wurde der 25-kg-Butterblock in Kempten am vergangenen Mittwoch für 7,42 Franken/kg bis 7,29 Franken/kg notiert. Ende August hatte die Notierung für lose Butter mit 7,86 Franken/kg bis 8,03 Franken/kg einen Rekordwert erreicht. 

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