5.05.2018 09:33
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
EU
Copa-Cogeca von EU enttäuscht
Die landwirtschaftlichen Verbände Copa und Cogeca zeigen sich enttäuscht darüber, dass die EU die Ausgaben für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) kürzen will.

Die vorgeschlagenen Haushaltskürzungen gefährdeten nicht nur die Lebensgrundlage der Landwirte und weiten Teilen der ländlichen Gebiete Europas, sondern auch das Erreichen der Umwelt- und Sozialziele der EU, sagte Copa-Präsident Joachim Rukwied laut einer Medienmitteilung. 

Angesichts des erwarteten Wachstums der Weltbevölkerung und der zunehmenden Herausforderungen des Agrarsektors dürften gerade jetzt Ausgaben nicht gekürzt und der vielfältige Nutzen der Landwirtschaft nicht gefährdet werden, so Cogeca-Präsident Thomas Magnusson. Der aktuelle Haushalt koste jeden EU-Bürger weniger als eine Tasse Kaffee am Tag und sichere im Gegenzug eine Versorgung mit hochqualitativen, sicheren und nahrhaften Lebensmitteln.

Copa und Cogeca fordern insbesondere den Erhalt und die Stabilisierung des GAP-Haushalts (real, d.h. inflationsbereinigt) über den nächsten Programmplanungs-Zeitraum. Kritik kommt unter anderem auch aus Österreich. Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger bezeichnete die Kürzung laut aiz.info als Anschlag auf den Umweltschutz, die bäuerlichen Familienbetriebe und den ländlichen Raum insgesamt. Der Vorschlag der EU-Kommission für den Finanzrahmen 2021 bis 2027 sieht bei der GAP Kürzungen von 5 Prozent vor.

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