8.01.2019 08:41
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Bauernverband verhalten optimistisch
„Nur verhalten optimistisch“ gibt sich der Deutsche Bauernverband (DBV) hinsichtlich der Konjunkturaussichten der Landwirtschaft für das Jahr 2019.

Mit Blick auf eine aktuelle Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bewertet der DBV die aktuelle wirtschaftliche Situation der Branche schlechter als zum Jahreswechsel 2017/18. 

Als Grund dafür nannte der Bauernverband am vergangenen Mittwoch in Berlin vor allem die Auswirkungen der Trockenheit im Sommer 2018. Ausserdem sorgten deutlich höhere Betriebsmittelkosten und politische Entscheidungen für eine gedämpfte Stimmungslage in der Landwirtschaft. „Durch den Brexit und Handelsstreitigkeiten der USA nimmt die Unsicherheit an den Agrarmärkten deutlich zu“, erklärte der stellvertretende DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling. Wachsende Auflagen schafften zusätzliche Kosten und Anpassungsdruck. Die Bauern brauchten stabile politische Rahmenbedingungen und langfristige Planungssicherheit. 

Dennoch geht man beim DBV davon aus, dass im Jahr 2019 in der Landwirtschaft wieder etwas mehr Investitionen getätigt werden. Allerdings dürfte sich bei der Anzahl der Arbeitskräfte der Trend der letzten Jahre fortsetzen und die Zahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft sinken. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hatte erstmals die Landwirtschaft in seine Verbandsumfrage aufgenommen und dafür den DBV einbezogen. 

Insgesamt fragte das Institut die Einschätzungen von 48 Verbänden ab. Demnach rechnen 28 von ihnen für 2019 mit besseren Geschäften als 2018, zehn schätzen die Umsatzerwartungen ihrer Mitglieder schlechter ein. Lediglich die Bauindustrie und das Handwerk erwarten aber dabei eine „wesentlich höhere Geschäftstätigkeit“.

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