8.04.2019 07:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Biolandbau
Dänemark erhöht Bio-Fördertopf
Die dänische Regierung hat den Förderetat für den Biolandbau aufgestockt, um mit dem Wachstum der biologisch bewirtschafteten Flächen mithalten zu können.

Nach Angaben des Kopenhagener Landwirtschaftsministeriums wurden zusätzliche 24,1 Mio. Euro (27 Mio. Fr.) aus nicht abgerufenen Fördertöpfen in den Fonds für die nationale Umstellungsprämie umgeschichtet. Damit stünden bis 2020 insgesamt 42,5 Mio. Euro (47,6 Mio. Fr.) zur Unterstützung von Landwirten zur Verfügung, die von der konventionellen auf die ökologische Wirtschaftsweise wechseln wollten.

Laut Landwirtschaftsminister Jakob Ellemann-Jensen wachsen die Biofläche und die Zahl der „neuen“ Biobauern angetrieben von einer regen Nachfrage im In- und Ausland stetig. Allein zwischen 2017 und 2018 seien 325 neue Anträge auf Umstellung bei den zuständigen Stellen eingegangen, womit die Zahl der dänischen Biobetriebe auf nahezu 4'000 steige. Mit den zusätzlichen Fördergeldern sei sichergestellt, dass alle umstellungswilligen Betriebe in den nächsten zwei Jahren auch bezuschusst werden könnten, erklärte Ellemann-Jensen.

Wie das Kopenhagener Agrarressort ergänzend berichtete, wird die biologisch bewirtschaftete Fläche einschliesslich der neu angemeldeten Flächen demnächst die Marke von 300'000 ha überschreiten. Betriebe, die auf Biolandbau wechseln wollen, erhalten dafür in den ersten zwei Jahren zusätzlich zu den Direktbeihilfen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) aus der nationalen Förderung 277,40 Euro/ha (310 Fr.).

Dieser Betrag setzt sich zusammen aus der Grundförderung von 116,60 Euro/ha (130 Fr.) und der Umstellungsprämie in Höhe von 160,80 Euro/ha (180 Fr.), die für zwei Jahre gewährt wird. Verpflichtet sich der Landwirt zu einer besonders stickstoffreduzierten Düngung, wird ermit weiteren 67,00 Euro/ha (75 Fr.) bezuschusst.

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