13.04.2014 06:42
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchpreis
Der Wind am Milchmarkt wird rauer
Die Milcherzeugerpreise in der Europäischen Union konnten im Februar 2014 noch einmal leicht zulegen; sie haben aber wahrscheinlich ihren Höchststand erreicht.

Der vom niederländischen Bauernverband (LTO) errechnete Durchschnittspreis für 16 größere Milchverarbeitern in Nord- und Mitteleuropa für eine Standardmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Januar um 0,5 Cent oder 1,1 % auf das neue Rekordniveau von 40,81 Cent/kg.

Ausgeprägter war das Plus im Vergleich zum Februar 2013: Binnen Jahresfrist hat sich die Auszahlungsleistung der Molkereien im Schnitt um 6,1 Cent/kg oder 17,5 % verbessert. Über einen Anstieg des Milchgeldes um 3,4 Cent/kg auf 45,57 Cent/kg im Vergleich zu Januar 2014 konnten sich zuletzt die Lieferanten der italienischen Granarolo freuen; damit führte diese Molkerei auch den Auszahlungspreisvergleich der LTO an. Dahinter folgte die finnische Hämeenlinnan mit 44,41 Cent/kg, die sich im Februar den Rohstoff 1,2 Cent/kg mehr kosten ließ. Ihre zuvor unterdurchschnittliche Auszahlungsleistung aufgebessert hat Danone mit einem Aufschlag von 1,3 Cent/kg auf 40,92 Cent/kg.

Bei Arla Foods ging es um rund 1 Cent/kg auf 41 Cent/kg nach oben. Die deutschen im LTO-Vergleich vertretenen Molkereien ließen im Februar ihren Milchpreis unverändert. Bei Alois Müller waren dies 40,87 Cent/kg und bei der DMK 39,05 Cent/kg. Nach den Milchpreissenkungen im Dezember und Januar gehörte die DMK zu den sechs Unternehmen im Ranking, die die 40 Cent-Marke nicht mehr übertrafen. Stabil blieben die Auszahlungsleistungen auch bei der belgischen Milcobel und den niederländischen Molkereiunternehmen DOC Kaas und Friesland Campina, die sich zwischen 41,08 Cent/kg und 42,01 Cent/kg bewegten.

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