28.07.2013 09:48
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Deutscher Bauernpräsident fordert mehr Flächenschutz
Beim Ausbau der Stromtrassen, bei der Energiewende und bei anderen Bauvorhaben muss nach Auffassung des Präsidenten vom Deutschen Bauernverband (DBV), Joachim Rukwied, mehr auf den Schutz landwirtschaftlicher Flächen geachtet werden.

„Es geht um die Begrenzung von Flächenverlust, sonst gibt es in 150 Jahren keine Landwirtschaft mehr. Wir fordern bei Baumassnahmen, zuerst brachliegende, betonierte Flächen zu nutzen und einen Finanzausgleich in bestehenden Naturschutz zu stecken, statt weitere Naturschutzgebiete auf wertvollem Acker zu schaffen“, betonte der DBV-Präsident am Dienstag vergangener Woche gegenüber der BILD-Zeitung.

Aus Gründen des Flächenschutzes und Flächenbedarfs lehne der Bauernverband auch Solaranlagen auf Äckern ab. „Das lehnen wir ab. Der Solar-Irrsinn in der Fläche muss aufhören. Unsere Forderungen dazu liegen Bundesumweltminister Peter Altmaier und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner längst vor. Solar gehört auf die Dächer“, erklärte Rukwied gegenüber BILD.

Der Bauernverbandspräsident appellierte außerdem an Bund und Länder, die Hilfen an hochwassergeschädigte Landwirte jetzt zügig auszuzahlen. Die deutsche Landwirtschaft habe einen Schaden von 500 Mio. Euro (615 Mio. Fr.) erlitten. „Da muss die Bundesregierung jetzt mit Vollgas ran“, so Rukwied. Rund 340'000 ha Acker und Grünland seien überflutet worden, die Ernte total zerstört.

Die betroffenen Bauernfamilien treffe das Hochwasser existenziell. Insgesamt seien es 3% der landwirtschaftlichen Fläche, weshalb das Hochwasser auf Lebensmittelpreise und Versorgung kaum Auswirkungen habe.

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