9.09.2019 10:35
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
DK: ASP-Ausbruch wäre sehr teuer
Selbst ein einmaliger und schnell unter Kontrolle gebrachter Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Dänemark dürfte den dortigen Schweinesektor viele Millionen Euro kosten. Das zeigen aktuelle Berechnungen der Nationalen Veterinär- und Lebensmittelbehörde, die Fachmedien publik gemacht haben.

Demnach geht die Behörde davon aus, dass ein ASP-Einzelfall in einer dänischen Schweinehaltung branchenweit umgerechnet mindestens 268 Mio. Euro (292 Mio. Fr.) kosten würde. Dies gilt auch nur unter der Prämisse, dass die Seuche innerhalb eines Monats vollständig und ohne weitere Verdachtsfälle unter Kontrolle gebracht wird.

Die Verluste würden nach Darstellung der Fachleute aus dem kurzfristigen Zusammenbruch des Inlandsmarktes resultieren, mehr aber noch aus dem Wegbrechen wichtiger internationaler Abnahmeländer, allen voran China, wo das Vertrauen in die Lebensmittelsicherheit wegen der eigenen ASP-Krise bereits erschüttert sei. Die Hauptlast müssten dann die Produzenten tragen.

Nach Einschätzung der Behörde handelt es sich hierbei um das bestmögliche Szenario. Deutlich grössere Ausfälle seien zu erwarten, wenn mehrere Betriebe von der Seuche betroffen seien oder wenn die ASP Wildschweine betreffe, was die Eingrenzung des Seuchengebietes wesentlich erschweren würde. In solchen Fällen könne es Jahre dauern, bis der Marktzugang zu lukrativen Drittlandsmärkten wieder hergestellt werden könne, warnt die Veterinär- und Lebensmittelbehörde.

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