25.06.2018 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
DK: Gutes Jahr für Bauern
Für die dänischen Landwirte ist das Jahr 2017 in ökonomischer Hinsicht so gut verlaufen wie lange nicht. Das Bruttofaktoreinkommen des Sektors, also die Erlöse minus Produktionskosten und Steuern zuzüglich Subventionen, stieg nach Angaben der Nationalen Statistikbehörde im Vergleich zum Vorjahr um 47,2% auf umgerechnet 4,23 Mrd. Euro (4.87 Mrd. Fr.).

Sollten die vorläufigen Berechnungen bestätigt werden, wäre das der zweithöchste Wert seit 1990, nur übertroffen vom Jahr 2012, als das landwirtschaftliche Bruttoeinkommen rund 4,63 Mrd. Euro (5.34 Mrd. Fr.) erreicht hatte. 

Das Statistikamt führt den Anstieg vorrangig auf deutlich höhere Erlöse in der tierischen Produktion zurück. Die Einnahmen seien hier 2017 mit umgerechnet 6,84 Mrd. Euro (7.88 Mrd. Fr.) um 13,3% höher ausgefallen als im Jahr zuvor. Am grössten fiel das Plus bei den Einnahmen aus der Milch aus, die um fast 28% auf 2,16 Mrd. Euro (2.49 Mrd. Fr.) zulegten. Die Erlöse im Sektor Schwein - der wichtigsten Sparte der dänischen Tierproduktion - wuchsen um 9,8% auf 3,25 Mrd. Euro (3.75 Mrd. Fr.). Die gesamten Verkaufserlöse in der Landwirtschaft beliefen sich auf 10,37 Mrd. Euro (11.95 Mrd. Fr.). 

Mit landwirtschaftlichen Dienstleistungen erzielten die Bauern zusätzliche Einkünfte von 765 Mio. Euro (881 Mio. Fr.), so dass sich nach den Berechnungen der Statistikbehörde aus Produktion und Dienstleistungen Gesamteinnahmen von 11,14 Mrd. Euro (12.84 Mrd. Fr.) ergaben. Zu dem sehr guten Ergebnis beigetragen hat aber auch ein Rückgang bei den Faktorkosten. Laut den Statistikern in Kopenhagen sanken die Produktionskosten gegenüber 2016 um 2,8% auf 7,66 Mrd. Euro (8.83 Mrd. Fr.).

Positiv zu Buche schlugen hier die niedrigeren Aufwendungen für Futtermittel und Dünger. Die dänischen Landwirte mussten 2017 allerdings auch ein Minus bei den Subventionen hinnehmen. Die Statistiker gehen auf der Grundlage der vorläufigen Daten davon aus, dass sich die Beihilfen im vergangenen Jahr auf 885 Mio. Euro (1.02 Mrd. Fr.) summierten, womit diese um 6,6% niedriger ausfielen als 2016.

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