17.03.2014 07:46
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
DK: Strukturwandel setzt sich unvermindert fort
In den letzten 30 Jahren haben rund 60 Prozent aller dänischen Landwirtschaftsunternehmen den Betrieb eingestellt und sind aus dem Markt ausgeschieden. Das geht aus dem aktuellen Agrarbericht hervor, den die dänische Statistikbehörde im Februar vorgestellt hat.

Wie die Behörde darin berichtet, wirtschafteten im aktuellen Berichtsjahr 2012 noch insgesamt 40'000 Landwirte in dem skandinavischen Land, davon etwa 12'000 im Vollerwerb. Im Jahr 1982 waren es insgesamt noch mehr als 100'000 gewesen.

Obwohl die bewirtschaftete Nutzfläche laut Agrarbericht im gleichen Zeitraum von 2,9 Mio. ha auf 2,6 Mio. ha zurückging, sorgte der Strukturwandel für einen deutlichen Anstieg der mittleren Betriebsgrösse, und zwar von etwas mehr als 30 ha auf 70 ha. Die durchschnittliche Fläche der Vollerwerbsbetriebe betrug im Berichtsjahr 158 ha.

Das dänische Forschungszentrum Videncentret for Landbrug (VFL) geht davon aus, dass der Strukturwandel in der Landwirtschaft auch in den kommenden Jahren unvermindert anhalten wird. Laut einer aktuellen VFL-Prognose dürfte bis zum Jahr 2022 ein weiteres Viertel der Unternehmen ausscheiden, so dass dann nur mehr mit 30'000 aktiven Landwirten gerechnet wird. Jeder Vollerwerbsbetrieb wird 2022 dem VFL zufolge durchschnittlich 212 ha bewirtschaften.

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