20.07.2019 07:14
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Simbabwe
Dürre: Millionen müssen hungern
Mehr als 5,5 Millionen Menschen in Simbabwe haben nach Angaben der Uno Anfang 2020 keinen Zugang zu genügend Nahrungsmitteln. Bereits jetzt gelte das für mehr als 3,5 Millionen Menschen in dem afrikanischen Land, teilte das Welternährungsprogramm der Uno am Freitag in Genf mit.

Im Nachbarland Mosambik mangelt es demnach derzeit mindestens 1,6 Millionen Menschen an Nahrung, bis Anfang 2020 steigt diese Zahl voraussichtlich auf 1,9 Millionen Menschen.

Zu den Gründen für die Situation in Simbabwe nennt das Welternährungsprogramm unter anderem die Folgen des Zyklon «Idai», eine anhaltende Dürre und generell die Armut in dem Land mit rund 14,5 Millionen Einwohnern.

Zyklon «Idai» war Mitte März über Mosambik hinweggezogen und hatte dort sowie in Simbabwe und Malawi ein Bild der Verwüstung hinterlassen. In den drei Ländern waren nach Uno-Angaben rund drei Millionen Menschen betroffen, Hunderte Menschen starben.  Kurze Zeit später zog zudem Zyklon «Kenneth» über den Norden Mosambiks hinweg. Die tropischen Wirbelstürme kamen gerade zur Haupterntezeit. Grosse Teile der landwirtschaftlichen Produktion wurden zerstört.

Das Welternährungsprogramm hat sich zum Ziel gesetzt, von Januar bis April 2020 mehr als zwei Millionen Menschen in Simbabwe mit Nahrungsmittelhilfen zu versorgen. Dieses Jahr konnten in diesem Zeitraum 878'000 Menschen erreicht werden.

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