8.07.2019 16:41
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweden
Dürrehilfe: Letzte Tranche ausbezahlt
In Schweden ist in der vergangenen Woche die zweite und größere Tranche der Krisenhilfe für die von der Dürre 2018 betroffenen Landwirtschaftsbetriebe ausgezahlt worden.

Nach Angaben des Stockholmer Agrarressorts ging es um umgerechnet rund 95 Mio. Euro (107 Mio. Fr.), die bei den Bauern ankommen sollten.

Im vergangenen Herbst hatte die schwedische Regierung kurzfristig 38 Mio. Euro (43 Mio. Fr.) bereitgestellt, um den von der Dürre besonders betroffenen Schaf- und Rinderhaltern unter die Arme zu greifen. Die monatelange Trockenheit 2018 hatte den schwedischen Agrarsektor schwer getroffen.

Die Getreideerzeugung blieb mit rund 3,2 Mio t um fast die Hälfte hinter dem Niveau von 2017 zurück und fiel damit so klein aus wie seit 1992 nicht mehr. Hinzu kamen Ertragseinbrüche auf dem Grünland von bis zu 40%. Auch wenn eine erneute Dürre wie im vergangenen Jahr nicht in Sicht ist, sind Teile Schwedens in den vergangenen Monaten weit von einer normalen Wasserversorgung entfernt geblieben.

Medienberichten zufolge musste deshalb beispielsweise in Südschweden bereits im April und damit deutlich früher mit Beregnung begonnen werden. Hinzu kommt, dass die Grundwasservorräte im Boden über den Winter nicht in ausreichendem Masse aufgefüllt wurden. Höchsterträge bei Getreide und anderen Feldfrüchten sind vor diesem Hintergrund nicht zu erwarten. Der EU-Dachverband der Getreidehändler (COCERAL) veranschlagte die schwedische Getreideernte 2019 im Mai auf 5,6 Mio. t.

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