30.09.2018 13:56
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
Dürrehilfen: Bauern enttäuscht
Die dänische Regierungskoalition hat sich auf weitere Hilfen zur Unterstützung der dürregeschädigten Landwirte verständigt. Die Bauern zeigen sich enttäuscht.

Nach Angaben des Kopenhagener Landwirtschaftsministeriums umfasst das am Freitag vorgestellte Hilfspaket steuerliche Erleichterungen und unbürokratische Genehmigungsverfahren für Bewässerungstechnik sowie vereinfachte Regeln für Transaktionen am Bodenmarkt. 

Eine Expertengruppe soll zudem Schritte zur Etablierung einer krisenfesteren Landwirtschaft entwickeln. Der finanzielle Rahmen für das Paket liegt bei umgerechnet rund 51 Mio. Euro (58 Mio. Fr.). Von einer direkten Schadensregulierung ist jedoch nicht die Rede. Landwirtschaftsminister Jakob Ellemann-Jensen begrüsste die Einigung der Koalitionsparteien und betonte den Handlungsbedarf für die betroffenen Betriebe. Das Paket umfasst nach seiner Darstellung neben kurzfristig wirksamen Hilfen auch Wege zu einer Landwirtschaft, die künftig besser mit Krisen wie der diesjährigen Dürreumgehen kann.

Beim Dachverband der dänischen Land-&Ernährungswirtschaft (L&F) stiessen die von der Regierung vorgelegten Massnahmen allerdings auf wenig Begeisterung. Der Verband kritisierte insbesondere die nach seiner Auffassung viel zu niedrigen finanziellen Hilfen. Angesichts von Dürreschäden in Höhe von geschätzten 860 Mio. Euro (980 Mio. Fr.) seien die versprochenen Mittel nur ein „Tropfen auf dem heissen Stein“. Positiv wertete der stellvertretende L&F-Vorsitzende Lars Hvidtfeldt jedoch, dass die Regierung die Wirkung des Hilfspakets im kommenden Jahr evaluieren und im Bedarfsfall nachlegen wolle.

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