24.12.2018 06:03
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
Dürreschäden als Naturkatastrophe
In Frankreich sind die diesjährigen Dürreschäden in der Landwirtschaft regional als Naturkatastrophe anerkannt worden.

Wie das Landwirtschaftsministerium vergangene Woche in Paris mitteilte, gab der nationale Ausschuss für landwirtschaftliches Risikomanagement (CNGRA) staatliche Entschädigungen in Höhe von 101,5 Mio. Euro (114.7 Mio. Fr.) für die Dürreschäden in zwölf Départements frei. Insgesamt wurden den Ministeriumsangaben zufolge 124,9 Mio. Euro (141 Mio. Fr.) für 39 Gebietskörperschaften genehmigt; darunter auch 7,4 Mio. Euro wegen Überschwemmungen im Département Aude. 

Laut den Angaben des Pariser Agrarressorts werden die ersten Vorschüsse „in den nächsten Tagen“ überwiesen. Danach blieben den Landwirten in den anerkannten Katastrophengebieten 30 Tage Zeit, ihre Ansprüche detailliert geltend zu machen. Wer dazu die elektronischen Systeme nutze, dem werde ein Vorschuss in Höhe von 50% der errechneten Entschädigung gewährt. 

An den diesjährigen Schäden in der französischen Landwirtschaft hat indes auch der Hagel einen bedeutenden Anteil. Die Versicherung der Bank Crédit Agricole, Pacifica, führt eigenen Angaben zufolge bei den Acker- und Dauerkulturen 43% der Schadensmeldungen auf Hagel und nur ein Viertel auf Dürre und Hitze zurück. Die Trockenheit habe vor allem das Grünland schwer getroffen. Bei den entsprechenden Versicherungen hätten acht von zehn Landwirten Anspruch auf eine Zahlung. Im Durchschnitt seien 9'000 Euro (10'170 Fr.) beziehungsweise 110 Euro/ha (124 Fr./ha) gezahlt worden.

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