7.09.2017 06:37
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Eier-Skandal
Eier-Skandal erreicht Tschechien
Mehrere Tonnen fipronilbelastete Eierprodukte sind erstmals in Tschechien und erneut in Bulgarien aufgetaucht. Eine Sprecherin des tschechischen Veterinäramts in Pilsen (Plzen) sprach am Mittwoch von mindestens drei Tonnen Flüssigeiern und flüssigem Eigelb.

In Bulgarien berichteten bulgarische Medien unter Bezug auf die Behörde für Lebensmittelsicherheit in Sofia von etwa 1440 Kilogramm eingefrorener Flüssigeimischung. Seit Mitte August wurde dort rund eine Tonne belastetes Eipulver aus Deutschland festgestellt. Etwa die Hälfte des Eipulvers wurde bereits zur Produktion von insgesamt 34 Tonnen Eis und Mayonnaise verwendet, die vom bulgarischen Markt genommen wurden. In Bulgarien werden nun Hühnerställe und verarbeitende Betriebe kontrolliert.

In Tschechien wurden Teile der Lieferung aus Deutschland an eine Firma in Westböhmen bereits verarbeitet und von den Endverbrauchern konsumiert. Von einer akuten Gesundheitsgefahr gehe man aber nicht aus, sagte die Behördensprecherin. Die tschechische Landwirtschaftsminister Marian Jurecka ordnete unterdessen an, dass ab sofort alle Eier-Importe nach Tschechien auf Rückstände des Giftstoffs getestet werden müssen. Bisher geschah dies nur bei Einfuhren aus den Niederlanden und Belgien, wo der Skandal ausgebrochen war. Fipronil ist ein Mittel zur Bekämpfung von Parasiten, dessen Verwendung bei Tieren in der Lebensmittelproduktion streng verboten ist.

 

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