3.03.2014 07:24
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
EMB verlangt 45 Cent pro Liter Milch
Das European Milk Board (EMB) fordert einen Milcherzeugerpreis von wenigstens 45 Cent/kg (54,9 Rp./kg). Grund ist eine vom EM-Bund der MEG Milch Board Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) in Auftrag gegebene Studie, für die unter anderem Daten des InformationsNetzes Landwirtschaftlicher Buchführungen der Europäischen Kommission genutzt wurden.

Danach lagen die Erzeugungskosten in Frankreich 2013 bei überwiegend zwischen gerundet 40 Cent/kg (48,8 Rp./kg) bis 45 Cent/kg Milch (54,9 Rp./kg). „Damit befanden sie sich weit über demnationalen Durchschnittspreis von 33,8 Cent je Kilogramm (41,2 Rp./kg), was den Produzenten in ganz Frankreich empfindliche Defizitbeträge bescherte“, erklärte das EMB vergangene Woche.

Die defizitäre Situation, die in den Zahlen klar hervortrete, bereite sowohl dem EMB als auch seinen französischen Mitgliedsorganisationen, der Association des Producteurs de Lait Indépendants (APLI) und der Organisation des Producteurs de Lait (O.P.L.), grosse Sorgen. „Hier sieht man es leider Schwarz auf Weiss: Frankreichs Milchsektor werden wegen der zu geringen Milchpreise die Perspektiven geraubt“, so EMB-Präsident Romuald Schaber. Notwendig sei ein Preis von durchschnittlich 45Cent/kg.

Laut OPL mussten bereits in ganz Frankreich viele Produzenten aufgeben. Die APLI rief die Politik auf, die Daten zur Kenntnis zu nehmen und zu handeln. Das EMB betonte, auch in Deutschland seien Defizite für die Produzenten an der Tagesordnung. Die Anzahl der Milchbetriebe sinke dadurch kontinuierlich, was auch hier eine flächendeckende Milchproduktion stark gefährde.

Das EMB kündigte Studien für weitere Länder an. Schaber: „Wir können annehmen, dass auch in diesen Untersuchungen die grosse Schere zwischen den Kosten der Produktion und den Milchpreisen zu Tage treten wird.“ Er bekräftigte Forderungen nach der Einrichtung einer europäischen Preisbeobachtungsstelle, die die Macht haben soll, das Angebot zu verknappen, um die Marktpreise anzuheben.

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