10.06.2015 17:12
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Energie
Erneuerbare Energien legen zu wie nie zuvor
Die Nutzung erneuerbarer Energien im weltweiten Energiemix ist im vergangenen Jahr laut Angaben des Rohstoffriesen BP zwar so stark wie noch nie gestiegen. Sie hat aber nach wie vor nur geringe Bedeutung.

Obwohl die Erneuerbaren inzwischen für ein Drittel des Gesamtzuwachses von 0,9 Prozent zuständig seien, betrage ihr Anteil nur drei Prozent an der Primärenergie, heisst es im neuesten Welt-Energiebericht des britischen Öl- und Gaskonzerns, der am Mittwoch in London vorgestellt wurde. Unter Primärenergie versteht man in der Natur vorkommende Energiequellen wie Kohle oder Erdöl, davon wird die dem Verbraucher etwa in Form von Strom oder Benzin zur Verfügung stehende Endenergie unterschieden. Für die Energiegewinnung selbst werden laut der BP-Analyse immerhin bereits sechs Prozent Erneuerbare eingesetzt.

Die Bedeutung der klimaschädlichen Kohle sei zurückgegangen, betrage aber immer noch 30 Prozent am Energiemix, hiess es. Die Zunahme beim Kohleverbrauch liege mit 0,4 Prozent deutlich unter dem langjährigen Schnitt von 2,9 Prozent. Die Kohleproduktion sei sogar weltweit um 0,7 Prozent zurückgegangen, in China sogar um 2,9 Prozent. Damit sei die Kohle weltweit der einzige Energieträger, der schrumpfte. «Unsere Aufgabe als Branche ist es, die Herausforderungen von heute aufzunehmen, aber auch weiter zu investieren, um die Nachfrage von morgen zu befriedigen, sicher und nachhaltig», sagte BP-Vorstandschef Bob Dudley.

Die G-7-Länder hatten sich beim Gipfel am vergangenen Wochenende im bayerischen Elmau im Kampf gegen den Klimawandel zum langfristigen Ausstieg aus fossilen Energieträgern verpflichtet. Schon 2050 soll demnach eine deutliche Verringerung geschafft sein. Soll dies erreicht werden, wäre der Rückzug aus der Energiegewinnung aus Kohle ein wesentlicher Schritt. Die Energiekonzerne dringen zudem darauf, dass die Reform des Handels mit CO2-Verschmutzungsrechten vorankommt.

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