12.06.2016 11:13
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Fischerei
Erster internationaler Vertrag gegen illegale Fischerei in Kraft
Der erste globale Vertrag zur Bekämpfung des rechtswidrigen Fischfangs gilt seit vorvergangenem Sonntag. Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Rom mitteilte, sind die entsprechenden Vereinbarungen nach jahrelangen Verhandlungen nun in 29 Ländern und in der Europäischen Union verbindlich.

FAO-Präsident José Graziano da Silva lud die übrigen Regierungen ein, den Vertrag ebenfalls zu ratifizieren. Dieser sieht unter anderem vor, dass nur Häfen angefahren werden dürfen, die für effektive Kontrollen ausgerüstet sind. Dabei müssen die Kapitäne zuvor eine Einlauferlaubnis einholen, wobei Informationen über die Identität, die Aktivitäten und den transportierten Fisch zu übermitteln sind. Außerdem müssen sie nachweisen, dass sie je nach der geführten Landesflagge über eine entsprechende nationale Fischereigenehmigung verfügen.

Darüber hinaus ist eine Fischereierlaubnis des Landes erforderlich, in dessen Gewässern gefangen wird. Verdächtigen Schiffen können das Einlaufen und die Abfertigung im Hafen verboten werden. Trawler, die nachweislich illegal fischen, erhalten ein komplettes Hafenverbot und werden in internationalen Datenbanken als Gesetzesbrecher geführt. Die häufigsten Verstöße gegen das Fischereirecht sind laut FAO der Fang geschützter Arten, die Nutzung verbotener Geräte und die Missachtung von Fangquoten.

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