6.03.2016 06:29
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Globaler Milchmarkt
Erster Preisanstieg am Weltmilchmarkt in diesem Jahr
Bei der Auktion von Milcherzeugnissen an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) sind die Preise erstmals in diesem Jahr im Mittel gestiegen, allerdings nur moderat.

Am Dienstag vergangener Woche legte der zusammenfassende Index aller dort gehandelten Standardmilchprodukte gegenüber der vorherigen Versteigerung von Mitte Februar um 1,4 % zu. Verantwortlich für die Aufwärtsentwicklung, die die Verluste seit dem Jahresbeginn jedoch nicht annähernd ausgleichen konnte, waren festere Notierungen für Milchpulver, vor allem beim Haupthandelsprodukt Vollmilchpulver. Dessen angebotene Kontrakte erlösten über alle Laufzeiten und Qualitäten hinweg im Durchschnitt 1 974 $/t (1 791 Euro); das waren 5,5 % mehr als bei der Versteigerung vor zwei Wochen.

Während dabei der vordere Kontrakt mit Fälligkeit im April 4,7 % an Wert einbüßte, waren die Kunden bereit, für Ware mit Liefertermin im August 2016 mit 2 121 $/t (1 924 Euro) ein Zehntel mehr zu zahlen als es noch Mitte Februar der Fall gewesen war. Auch für Magermilchpulver legten die Käufer zuletzt im Mittel aller Kontraktfälligkeiten mehr Geld als bei der Auktion vor zwei Wochen an. Die Ware wechselte für durchschnittlich 1 802 $/t (1 635 Euro) den Besitzer, was einem Anstieg von 1,4 % entsprach. Im Vorjahresvergleich war das Magermilchpulver jedoch immer noch rund 60 % günstiger zu haben.

Den größten Preissprung machten bei der jüngsten GDT-Auktion das Kaseinferment mit 14,9 % und die Laktose mit 7,9 %. Dagegen gab der Durchschnittspreis für Cheddar um 0,7 % auf 2 528 $/t (2 294 Euro) nach. Die normale Butter verzeichnete im Mittel aller Kontrakte einen leichten Abschlag von 0,5 % auf 2 811 $/t (2 550 Euro), während sich Butterreinfett um 8,3 % auf 3 254 $/t (2 925 Euro) verbilligte. Insgesamt wurden an der GDT bei der jüngsten Versteigerung 24 520 t Milchprodukte angeboten; das waren geringfügig mehr als Mitte Februar, aber rund 15 % weniger als Anfang März 2015.

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