8.02.2015 06:20
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Global Dairy Trade
Es geht wieder aufwärts mit den Milchpreisen
Am internationalen Markt für Milcherzeugnisse hat sich die Aufwärtstendenz der Preise verstärkt. Bei der jüngsten Auktion auf der Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) legte der gewichtete Index aller umgesetzten Lieferkontrakte am vergangenen Dienstag um 9,4 % gegenüber der vorherigen Auktion von Mitte Januar zu.

Der vierte Anstieg in Folge ließ die zusammenfassende Preismesszahl auf den höchsten Stand seit Juli 2014 klettern. Maßgeblich für die festeren Kurse dürfte das kleinere Angebot an der GDT gewesen sein. Zum einen ist die Milchanlieferung auf der Südhalbkugel saisonal rückläufig; zum anderen hatte Hauptanbieter Fonterra bereits angekündigt, die Angebotsmengen an der GDT zu kürzen, da wegen der Trockenheit in Neuseeland zukünftig mit einem spürbar geringeren Rohstoffaufkommen gerechnet wird.

Insgesamt wurden bei der letzten Handelsrunde 28 000 t an Milcherzeugnissen verkauft; das waren fast 11 % weniger als vor zwei Wochen und etwa ein Fünftel weniger als Anfang Februar 2014. Größter Gewinner bei der letzten Versteigerung war Vollmilchpulver, dessen Preis im Schnitt aller Lieferkontrakte um 19,2 % auf 2 874 $/t (2 532 Euro/t) stieg. Das war der höchste Wert seit einem halben Jahr. Magermilchpulver verbuchte im Mittel aller Fälligkeiten einen Preiszuwachs von 6,7 % gegenüber der Auktion vor zwei Wochen.

Über alle Lieferzeiten hinweg wechselten die Kontrakte für 2 598 $/t (2 289 Euro/t) den Besitzer, womit das Vorjahresniveau allerdings noch um rund 45 % verfehlt wurde. Nach oben ging es auch mit den Kontraktpreisen für Labkasein, und zwar um 7,7 % gegenüber der vorherigen Versteigerung. Mehr Geld mussten die Käufer auch für Butter anlegen, die sich im Schnitt um 6,1 % verteuerte und für 3 783 $/t (3 332 Euro) gehandelt wurde. Weniger freundlich verlief dagegen die Entwicklung bei Cheddarkäse; die Käufer waren nicht bereit, mehr Geld für die im Zeitraum von April bis Juni 2015 zu liefernde Ware anzulegen. Im Gegenteil: Der Käse verzeichnete einen starken Preisabschlag von 11,1 % auf 2 636 $/t (2 322 Euro). Unter Druck gerieten auch die Kontraktpreise für wasserfreies Milchfett; sie gaben im Vergleich zur Auktion von Mitte Januar um 5,4 % nach.

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