25.09.2013 07:36
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/afp
EU
EU-Agrarreform: Einigung erzielt
Durchbruch im Ringen um die EU-Agrarreform: Das EU-Parlament, der Ministerrat und die EU-Kommission haben in der Nacht zum Mittwoch eine Einigung für die europäische Agrarpolitik ab 2014 erzielt. Ihr Beschluss bestätigt die Leitlinien des im Juni gefundenen Kompromisses zwischen den drei Institutionen.

Zuletzt hatte es unter anderem noch Streit über die Deckelung der Direktzahlungen an Grossbetriebe gegeben. Die nun gefundene Übereinkunft sieht nach Angaben der Kommission vor, dass bis 2019 kein Mitgliedstaat weniger als 75 Prozent des Durchschnitts aller EU-Länder an Agrarhilfen aus Brüssel bekommt.  

Jungbauern fördern

Auch innerhalb einzelner Staaten und Regionen sollen die Abstände begrenzt werden: Die für einen Hektar Land gezahlte Unterstützung soll mindestens 60 Prozent des Durchschnitts der innerhalb «einer Verwaltungs- oder agrarökonomischen Zone» gezahlten Hilfen betragen. 

Darüber hinaus will die EU künftig junge Leute stärker ermutigen, in die Landwirtschaft einzusteigen. Dazu sollen die bisherigen Mittel für diesen Bereich in den Jahren 2014 bis 2018 um 25 Prozent erhöht werden. 

Herausforderungen

Mehr als 100 Milliarden Euro sollen zudem von 2014 bis 2020 für eine grünere Landwirtschaft ausgegeben werden. 30 Prozent der direkten Zahlungen an Betriebe sollen an deren umweltfreundliches Wirtschaften gebunden sein. 

EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos bezeichnete die Beschlüsse als «starke Antwort» Europas auf mehrere Herausforderungen. Diese seien die Sicherheit der Lebensmittelversorgung, der Klimawandel, das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung in ländlichen Gebieten. 

Nach der Einigung soll voraussichtlich am 30. September der Agrarausschuss des EU-Parlaments über den Kompromiss abstimmen. Die weiteren notwendigen EU-Beschlüsse sollen bis Jahresende fallen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE