7.10.2014 17:53
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
EU-Agrarpolitik
EU: Bauern diskutieren über Agrarpolitik
Vom 6. bis 8. Oktober findet in Brüssel eine von den europäischen Dachverbänden der Landwirte (Copa) und Genossenschaften (Cogeca) organisierte Konferenz statt.

650 Personen aus den 28 EU-Mitgliedstaaten sowie weiteren Ländern, darunter Vertreter des Schweizer Bauernverbandes, beschäftigten sich vom 6. bis 8. Oktober mit Fragen rund um die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und die Rolle der Bauernfamilien.

Laut Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, bedrohe die aktuelle Reformrunde die Wettbewerbsstärke der Landwirtschaft. „Wegen der Greening-Vorgaben wird die europäische Landwirtschaft im internationalen Wettbewerb geschwächt“, kritisierte Rukwied gemäss Mitteilung. Die GAP sei durch die jüngste Reform zu unübersichtlich, zu intransparent und zu bürokratisch geworden. 

Rukwied forderte eine Neuausrichtung der GAP. So seien erste (marktbezogene Ausgaben und Direktbeihilfen) und zweite (Entwicklung des ländlichen Raums) Säule neuzugestalten. Grundsätzlich müsse die erste Säule erhalten bleiben, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft zu sichern. Denn die vielfältigen Produktionsauflagen seien zu kompensieren, die in Ländern ausserhalb der EU nicht vorhanden wären, stellte Rukwied fest.

In der Marktpolitik müsse konsequent der Weg der Marktorientierung weitergegangen werden. Zur Begrenzung von extremen Preis- und Marktvolatilitäten sowie zur Krisenbewältigung müssten wirkungsvolle Instrumente in der Marktorganisation entwickelt werden.

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