16.11.2014 08:16
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Fischerei
EU beschliesst Fangquoten 2015 für Tiefseefische
Europäische Fischer, die sich auf Tiefseearten spezialisiert haben, müssen im nächsten Jahr in vielen Fällen mit kleineren Fangmengen auskommen.

Die EU-Agrar- und Fischereiminister haben sich bei ihrem Treffen vergangene Woche in Brüssel auf Quotenkürzungen für eine Reihe von Arten geeinigt. Besonders stark verringert wird die zulässige Fangmenge der Roten Fleckbrasse, nämlich gegenüber 2014 um bis zu 52 % in bestimmten Gewässern.

Ferner dürfen weniger Grenadierfische und Schwarze Degenfische aus dem Meer geholt werden. Hier bewegen sich die Kürzungen in einem Bereich von 8 % bis 20 %. Andererseits dürfen ein Fünftel mehr Gabeldorsche gefischt werden. Der EU-Fischereiverband (Europêche) betrachtet das Ergebnis „mit gemischten Gefühlen“. Die Kürzungen bei der Roten Fleckbrasse seien zu drastisch. „Der Sektor kann einen Einschnitt von 52 % in einer so kurzen Zeit einfach nicht unterstützen“, erklärte Europêche-Präsident Javier  Garat  in einer Pressemitteilung. Er warnte davor, dass Drittstaaten wie Marokko von dieser Situation profitieren könnten.

Anstelle der EU-Fischerei überzogene einseitige Auflagen vorzugehen, solle sich die EU darauf konzentrieren, gemeinsame Bewirtschaftungspläne mit Partnerländern zu entwickeln. Unter dem Strich wertet Garat die jüngsten Entwicklungen bei denTiefseefischen als stabil. Das zeige, dass solche Bestände - ein geeignetes Management vorausgesetzt - langfristig genutzt werden könnten, so der Europêche-Präsident. Die EU-Mitgliedstaaten müssen sich jetzt beim Dezemberrat abschließend auf die Fangquoten 2015 für die übrigen Atlantikfische einigen. Die zulässigen Fangmengen in der Ostsee wurden bereits im Oktober verteilt.

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