29.10.2014 07:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
EU
EU: Fangmengen-Reduktion für 40 Fischbestände vorgeschlagen
Zum Schutz der Fischarten will die EU-Kommission im nächsten Jahr die erlaubten Fangmengen (Quoten) für 40 Fischbestände in Nordsee und im Atlantik reduzieren. Dazu zählen etwa Kabeljau, Seezunge und Schellfisch. Diesen Vorschlag für 2015 hat die EU-Behörde am Dienstag in Brüssel vorgelegt.

Nur bei 29 Beständen - darunter Seeteufel, Stöcker, Seezunge oder in der Nordsee Kaisergranat - sollen die Quoten steigen oder gleichbleiben. Die EU-Staaten werden auf Basis dieser Vorschläge im Dezember die Quoten beraten, die dann vom 1. Januar 2015 an gelten.

Die Staaten stimmen sich bei der Bewirtschaftung ihrer Gewässer ab. Dies soll verhindern, dass die Flotten sich in die Quere kommen und die Fischbestände zu stark ausgebeutet werden. Es gibt auch regelmässige Gespräche mit Anrainer-Staaten wie Norwegen oder Russland. Für viele Bestände, die gemeinsam mit internationalen Partnern wie etwa Norwegen befischt werden, sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Der Vorschlag enthält daher nur für etwa die Hälfte der Bestände Zahlen.

Quoten sind jährliche Obergrenzen, die festlegen, wie stark eine Fischart in einem bestimmten Gebiet befischt werden darf. Für einige Bestände greifen mehrjährige Bewirtschaftungspläne. Künftig will Europa sich beim Fischfang noch stärker an die Empfehlungen von Wissenschaftlern halten und schonender fischen. Das sieht die im Frühjahr beschlossene Reform der Fischereipolitik vor.

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