27.09.2016 17:13
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Europäischer Milchmarkt
EU: Milchmengen-Reduktion weitgehend ausgeschöpft
In der ersten Runde summieren sich die Anträge der EU-Staaten für einen Ausgleich der Milchmengen-Reduktion auf 1,06 Millionen Tonnen. Damit ist nur noch wenig Menge innerhalb des bewilligten Finanzrahmens verfügbar.

Bis zum 21. September mussten die Staaten die Anträge einreichen, wie aiz.info schreibt. Die Mittel von 150 Millionen Euro ermöglichen Ausgleichszahlungen für 1,07 Millionen Tonnen Milch. Weil bereits Anträge für 1,06 Millionen Tonnen eingegangen sind, sind nur noch 11'407 Tonnen übrig.

Für diese besteht weiter eine Antragsmöglichkeit, es muss jedoch laut aiz.info mit einem Kürzungsfaktor gerechnet werden, weil die Menge nur noch gering ist. Die von den Landwirten in der ersten Runde beantragten Mengen können hingegen ohne Reduktion bewilligt werden. Die EU bezahlt 14 Eurocent pro Kilo Milch, das von Oktober bis Dezember 2016 unter den Lieferungen des Vorjahres liegt. Damit soll die Überproduktion gemildert werden.

Mindestens 1'500 kg oder max. 50% der Referenzmenge

Das Programm, für das die EU insgesamt 150 Millionen Euro (164 Mio. Franken) zur Verfügung stellt, soll die Produzenten zu einer freiwilligen Verringerung der Produktion animieren und so den Markt entlasten. In der ersten Antragsrunde können alle Bauer teilnehmen, die ihre Milchmenge von Oktober bis Dezember verringern wollen. Sie müssen aber im Referenzzeitraum des Vorjahrs (Oktober bis Dezember 2015) und im Juli 2016 an Erstkäufer – wie Molkereien, Händler oder Erzeugerorganisationen – Milch geliefert haben.

Die beantragte Reduktionsmenge muss mindestens 1'500 kg betragen und darf maximal 50% der Liefermenge der Referenzperiode im Vorjahr ausmachen. Ob tatsächlich die gesamte beantragte Milchmenge abgegolten wird, wird den Landwirten spätestens sieben Arbeitstage nach Ablauf der Einreichfrist mitgeteilt. Dann kann die EU-Kommission beurteilen, ob die maximale Reduktionsmenge von 1,071 Mio. t. eingehalten wird. Wird die Grenze überschritten, so werden die Mengen sämtlicher Antragsteller gekürzt. 

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