21.11.2016 18:12
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
EU
EU: Milchproduktion sinkt weiter
Seit Juni 2016 fällt das Milchaufkommen in der EU gegenüber dem Vorjahr geringer aus. Diese Entwicklung hat sich im Herbst spürbar verstärkt. Die Produzentenpreise könnten weiter steigen.

Bereits seit Juni ist die EU-Milchproduktion rückläufig, wobei sich die Entwicklung im Herbst verstärkt hat, wie aiz.info schreibt. Allerdings wurde insgesamt in den ersten 9 Monaten des Jahres mehr Milch als im Vorjahreszeitraum produziert. Dies aufgrund der hohen Mengen im 1. Quartal 2016.

Nach Berechnungen der AMI lagen die von den Molkereien in der EU erfassten Milchmengen im September um 2,8% unter dem Vorjahresniveau. Das war der bislang stärkste Rückgang 2016. In den Monaten Juni bis August betrug die Abnahme zwischen 0,7 und 1,7%. Im September wurde zudem erstmals auch das Niveau von 2014 leicht unterschritten. 

In den ersten neun Monaten wurde EU-weit rund 117 Mio. t Milch erfasst. Das sind knapp 2 Mio. t mehr als im Vergleichszeitraum. Im Tagesschnitt entspricht dies einem Anstieg um 1,4%. In Folge der seit der Jahresmitte rückläufigen Milchmengen hat sich der Vorsprung vom Jahresbeginn mittlerweile wieder deutlich verringert. In den ersten fünf Monaten lag der Zuwachs noch bei 3,8%. 

Bezüglich des Produzentenpreise gibt sich AMI vorsichtig optimistisch. Die Milchpreise  hätten teilweise schon deutlich zulegt. In den kommenden Monaten dürften weitere Aufschläge folgen. Zudem dürften die EU-Milchkuhbestände wegen Schlachtungen weiter sinken.

Da sich die rückläufigen Tendenzen bei der Milchanlieferung in den wichtigen Produzentenländern Deutschland, Frankreich und Grossbritannien im Oktober weiter verstärkt haben und auch in Irland zuletzt kein Wachstum mehr zu verzeichnen war, ist laut AMI zu erwarten, dass sich die Milchmenge in der EU im vierten Quartal weiterhin unterhalb des Vorjahresniveaus bewegen wird. Damit dürfte der Mengenvorsprung aus dem ersten Halbjahr bis zum Jahresende sukzessive abgebaut werden. 

 

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