18.09.2015 08:22
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
EU: Ost-Staaten fordern Dürrehilfen
Polen und Rumänien verlangen Unterstützung von der EU, um den im Sommer aufgelaufenen Dürreschäden zu begegnen. Wie der polnische Landwirtschaftsminister Marek Sawicki und sein rumänischer Amtskollege Daniel Constantin beim Agrarrat vergangene Woche in Brüssel unterstrichen, wurden vor allem die Silageproduktion sowie der Gemüsebau in Mitleidenschaft gezogen.

EU-Hilfe sei nötig, um dramatische Produktionsverluste zu vermeiden, insbesondere in der Rinderhaltung, wo es an Raufutter fehle. Sawicki bezifferte den Rückgang des Heuaufkommens auf stellenweise 80 Prozent. Das Einkommen polnischer Betriebe dürfte 2015 aufgrund von Produktionsausfällen um ein Viertel unter dem Vorjahresergebnis liegen, bei gleichzeitig um 4 Prozent höheren Kosten.

In Rumänien waren nach Angaben des dortigen Landwirtschaftsministeriums vor allem Sommergetreide und Weideflächen betroffen. Die geschätzten Ernteverluste rangierten zwischen 40 und 100 Prozent. Die Tierhaltung sei über den Futtermangel ebenfalls betroffen. Minister Constantin betonte, vor dem Hintergrund bereits bestehender wirtschaftlicher Probleme gerieten die Betriebe dadurch in eine noch schwierigere finanzielle Lage. Eine Reihe von Delegationen, darunter Italien, Österreich und Spanien unterstützten die Anfrage.

Wie die Kommission am vergangenen Freitag auf Anfrage feststellte, sind die Verhandlungen über mögliche Hilfsmöglichkeiten im Gange. Es wurde angedeutet, dass eventuell das beim Rat vorgestellte Paket über 500 Mio. Euro (545 Mio. Fr.), das vorrangig auf die Bereiche Milch und Schweinefleisch abzielt, auch hierfür verwendet werden könnte.

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