19.06.2013 11:39
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/dpa
Klima
EU-Staaten wollen sich besser auf Klimawandel vorbereiten
Leben mit dem Klimawandel: Die EU-Staaten wollen sich künftig besser auf Wetterkatastrophen wie Überflutungen vorbereiten. Das beschlossen die EU-Umweltminister bei ihrem Treffen am Dienstag in Luxemburg.

«Die widrigen Folgen des Klimawandels vorherzusehen, vorauszusagen und Vorkehrungen dagegen zu treffen, das macht nicht nur ökologisch und ökonomisch Sinn - es hilft vor allem, Leben und Auskommen zu retten», sagte der irische Umweltminister Phil Hogan. Er leitete das Treffen, weil Irland derzeit den Vorsitz der EU-Staaten innehat. 

Die Minister hielten fest, der Klimawandel führe zu Überflutungen, Trockenperioden, Hitzewellen, dem Anstieg der Meeresspiegel und zu Bodenerosion. Doch diese Auswirkungen unterschieden sich je nach Region erheblich. «Die meisten Anpassungsmassnahmen müssten auf der nationalen, regionalen oder lokalen Ebene getroffen werden, ebenso wie auf der grenzüberschreitenden Ebene», heisst es in dem Abschlusspapier. Hierbei sollten sich die Staaten aber abstimmen. Ausserdem müssten auch anderen Politikbereiche wie zum Beispiel die Landwirtschaft solchen Ereignissen Rechnung tragen. 

Wenn es um Umwelt- und Klimapolitik gehe, dann sei es nicht so, dass Europa alles auf Eis gelegt habe, nur weil die EU in einer Wirtschaftskrise stecke, sagte EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard. Damit spielte sie auf Politiker wie EU-Industriekommissar Antonio Tajani an, der immer wieder vor allzu strengen Auflagen für die schwächelnde europäische Industrie warnt.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE