27.12.2012 07:37
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU-Milchmarkt
EU: Unterschiedliche Ansichten zur Regulierung des Milchmarktes
Im EU-Agrarrat sind vergangene Woche einmal mehr die unterschiedlichen Interessen der Mitgliedstaaten hinsichtlich der Regulierung des Milchmarkts deutlich geworden.

Anlässlich der Präsentation eines aktuellen Berichts der Europäischen Kommission am Mittwoch vergangener Woche (19.12.) bestritten mehrere Länder mit expandierender Produktion die Einschätzung von EU-Agrarkommissar, Dacian Ciolos, der Ausstieg aus der Quotenregelung verlaufe nach Plan.

Man könne mitnichten von einer „sanften Landung“ sprechen, hiess es unter anderem aus den Reihen Österreichs, Dänemarks, Irlands, Luxemburgs und der Niederlande. Diese Delegationen bekräftigten Forderungen nach einer Verringerung der Superabgabe, mit der überliefernde Produzenten bestraft werden.

Eine andere Gruppe, angeführt von Polen, Portugal und Finnland, stellte hingegen das Ende der Garantiemengenregelung 2015 noch einmal offen in Frage. Soweit wollten Frankreich, Belgien und Spanien nicht gehen. Trotzdem forderten sie die Prüfung von Alternativen zur Marktregulierung für die Zeit nach der Quote.

Ciolos räumte ein, dass Marktschwankungen die grösste Herausforderung für den Milchsektor seien. Er verwies auf die Ausschreibung für eine Studie, mit der externe Experten Empfehlungen für die Zukunft geben sollen. In ihrem Milchbericht zeichnet die Kommission ein insgesamt positives Bild des Sektors - trotz Schwierigkeiten von Produzenten in bestimmten Gegenden.

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