8.10.2020 17:01
Quelle: schweizerbauer.ch - rup
Milchmarkt
European Milk Board: Neue Vorsitzende
An der EMB-Mitgliederversammlung in Gembloux (Belgien) wurde die bisherige Vizevorsitzende Sieta van Keimpema aus den Niederlanden zur neuen Vorsitzenden gewählt. Kostendeckende Preise und ein stabiles Einkommen sollen zur Priorität innerhalb der grünen EU-Strategien werden.

Van Keimpema gab sich sogleich kämpferisch:  „Der Kampf für eine krisenfeste Agrarpolitik wird für das European Milk Board (EMB) weiter ganz oben auf der Agenda stehen. Beim Europäischen Green Deal und seiner Farm to Fork-Strategie braucht es zudem eine starke Erzeugerperspektive, für die sich das EMB bei den politischen Verantwortlichen weiter vehement und konstruktiv einbringen wird.“

Poulsen nun Vizevorsitzender

Die Niederländerin löst den bisherigen Vorsitzenden Erwin Schöpges ab, der sich zukünftig noch stärker der Entwicklung der fairen Milch in Belgien sowie in einigen afrikanischen Ländern widmen wird. Neu als Vizevorsitzender des EMB wird der Däne Kjartan Poulsen fungieren.

Bestätigt wurden außerdem die bisherigen Vorstandsmitglieder Boris Gondouin aus Frankreich, sein irischer Kollege Pat McCormack sowie Roberto Cavaliere aus Italien. Elmar Hannen aus Deutschland sowie den Belgier Guy Francq sind neu in den Vorstand gewählt worden.

Green Deal und Farm to Fork im Zentrum

Weiter stand an der EMB-Mitgliederversammlung der Austausch zum europäischen Green Deal und der Farm to Fork-Strategie im Zentrum. „Der ökologischen Nachhaltigkeit muss die ökonomische und soziale Nachhaltigkeit unbedingt gleichgestellt werden,“ äusserte sich van Keimpema. 

„Das heißt, dass ein Rahmen geschaffen werden muss, damit die Kosten für Anforderungen im Bereich Klima und Umwelt über den Preis gedeckt sind und nicht auf die ErzeugerInnen abgewälzt werden.“ Ihr Vorstandskollege Elmar Hannen ergänzte: „Wir müssen dahin, dass der Preis das deckt, was die Gesellschaft will. Nur dann gibt es auch eine Zukunft für die MilchviehhalterInnen“.

Laut Kjartan Poulsen bedeute das auch, dass für das bisher eher vage formulierte Ziel einer verbesserten Stellung der ErzeugerInnen von der Europäischen Kommission eine konkrete Strategie geplant und mit Leben gefüllt werden muss. „Das EMB erwartet Klarheit, welche Schritte zur Erreichung dieses Ziels unternommen werden, so dass es nicht bei einer leeren Worthülse bleibt.“

 

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