Dienstag, 3. August 2021
12.06.2014 08:57
Frankreich

F: Ackerland wird immer teurer

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Von: AgE/blu

Während in Frankeich die Preise für Ackerland im vergangenen Jahr weiter gestiegen sind, haben sich die für Rebflächen und für Forstparzellen stabilisiert. Das ist der Bilanz zum Bodenmarkt 2013 zu entnehmen, den der Leiter der wissenschaftlichen Abteilung vom Dachverband der Landentwicklungsgesellschaften (FNSAFER), Robert Levesque, vorgestellt hat.

Demnach kletterten die Preise für Ackerland im Berichtsjahr gegenüber 2012 im Schnitt um 6,2% auf 5’750 Euro (7000 Fr.) pro Hektar. In den Ackerbaugebieten zahlten Landkäufer mit durchschnittlich 6 670 Euro (8’140 Fr.) für einen Hektar nur 1,7 % mehr als 2012, während die Bodenpreise in den Viehhaltungsregionen mit 8 % bis 9 % sehr viel stärker zulegten, allerdings nur auf 4’400 Euro/ha (5’370 Fr.). „Die Tierhaltung verzeichnet den stärksten Preisanstieg wegen den Beihilfen aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die beispielsweise in den Bergregionen gestiegen sind. Die Tierhalter greifen vor und sind womöglich bereit, mehr für ihr Land zu bezahlen“, erklärte Levesque.

Unterschiede zwischen Départements

Laut FNSAFER liegt in einigen Départements der Hektarpreis für Ackerland über der Marke von 10’000 Euro: Das istder Fall in Alpes-Maritimes mit 11’120 Euro (13’570 Fr.), in Bouchesdu- Rhônes mit 17’880 Euro (21’810 Fr.), in Nord mit 10’800 Euro (13’180 Fr.), in Pas-de-Calais mit 11’280 Euro (13’760 Fr.), in Var mit 17’940 Euro (21’900 Fr.) und in Vaucluse mit 13’620 Euro (16’620 Fr.).

Der Durchschnittserlös für einen Hektar Rebfläche lag im Schnitt bei 131’600 Euro (159’200 Fr.) und bei 59’600 Euro (72’710 Fr.) ohne die Champagne. Für einen Hektar Forstfläche waren im Mittel 3’990 Euro (4’870 Fr.) fällig. Allerdings gibt es hier eine grosse Bandbreite zwischen den Liegenschaften und den Regionen von 600 Euro bis 11 000 Euro.

Pachten nimmt zu

Etwas langsamer verlief hingegen die Verteuerung von Pachtland: Hier erhöhte sich der Preis im Vergleichszeitraum um 4,3% auf 4’240 Euro (5’170 Fr.). Aus dem FNSAFER-Bericht geht ausserdem hervor, dass die Verpachtung weiter zugenommen hat: So wurden im Jahr 2013 rund 16,7 Mio. ha als Pachtland bewirtschaftet, während 10,3 Mio. ha unter Eigenbewirtschaftung standen.

„Das Pachten von Land ist ein wichtiges Instrument zur Vergrösserung der Betriebe“, stellen die FNSAFER-Fachleute in ihrem Bericht fest.

Umrechnungskurs: 1 Euro = 1,22 CHF

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