30.01.2018 13:43
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
F: Bäuerliche Einkommen höher
In Frankreich sind die landwirtschaftlichen Einkommen im vergangenen Kalenderjahr deutlich gestiegen. Das geht aus dem vorläufigen Jahresbericht des Statistischen Dienstes des Pariser Landwirtschaftsministeriums (Agreste) hervor. Demnach erhöhte sich das Nettoergebnis der Branche - inklusive der Subventionen - von 13.6 Mrd Franken im Vorjahr um gut ein Fünftel auf 16,5 Mrd Franken im Jahr 2017.

Ebenfalls aufwärts bewegte sich der Wert der französischen Agrarproduktion. Den vorläufigen Auswertungen zufolge belief sich dieser - exklusive der Subventionen - auf 82,6 Mrd Franken, womit die Erzeugung 2017 wertmässig im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 % zugenommen hat.

Der Rückgang von 2016 um 6,6 % konnte damit allerdings nicht kompensiert werden. Am Gesamtwert von 2017 hat die pflanzliche Produktion mit 46,8 Mrd Franken den Löwenanteil. Wertmässig gab es hier nur eine leichte Steigerung um 0,3 %.

Wein und Getreide an Spitze bei pflanzlicher Gesamtproduktion

Ursache für den geringen Anstieg war laut Agreste die nahezu vollständige Kompensation der um 4,9 % höheren Produktionsmenge durch die zugleich um 4,4 % niedrigeren Preise.

Der grösste Anteil am Wert der pflanzlichen Gesamtproduktion entfiel mit 14,6 % auf Wein, dicht gefolgt vom Getreide mit 13,6 % und der Futterpflanzenproduktion mit 11,6 %.

Viehproduktion grösster Anteil bei Veredlungswirtschaft

Für die Produktion der Veredlungswirtschaft geht Agreste für 2017 von einer wertmässigen Steigerung um 5,9 % auf insgesamt 30,4 Mrd Franken aus. Hier konnten die leicht rückläufigen Produktionsmengen durch die gegenüber 2016 im Schnitt um 7,3 % gestiegenen Preisen aufgefangen werden.

Den grössten Anteil am Gesamtwert nahm dabei die Viehproduktion mit 15,8 % ein. Die Milcherzeugung machte 14,3 % aus, während die Geflügel- und Eiproduzenten 6,7 % des Gesamtwertes erwirtschafteten. 

Basisprämie macht am meisten aus

Die betrieblichen Subventionen an die landwirtschaftlichen Betriebe in Frankreich beziffert Agreste für 2017 auf insgesamt 9,5 Mrd Franken. Der grösste Anteil entfiel dabei mit 4,5 Mrd Franken auf die Basisprämien.

Das Greening schlug mit 2,5 Mrd Franken zu Buche. Drittgrösster Posten sind die Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete (ICHN) mit 1,2 Mrd Franken. Erwartungsgemäss kam der bei weitem grösste Anteil dem kontinentalen Frankreich zugute und nur 62,1 Mio Franken flossen 2017 in die Überseegebiete.

Sozialausgaben leicht rückläufig

Die Kosten für die Sozialleistungen der französischen Landwirte waren im vergangenen Jahr den Pariser Statistikern zufolge rückläufig. Die diesbezüglichen Ausgaben verringerten sich gegenüber 2016 um 2,1 % auf 18,21 Mrd Franken.

Laut Agreste ist dies vor allem auf die tendenziell abnehmende Zahl der Begünstigten zurückzuführen. Die Ausgaben für die Sozialleistungen der Angestellten in der Landwirtschaft stiegen dagegen leicht an, nämlich um 1,2 %. Der Statistische Dienst führt dies primär auf eine Zunahme der Krankheitsfälle zurück. 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE