Montag, 18. Januar 2021
10.04.2015 09:03
Frankreich

F: Ernteversicherung kommt voran

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Von: AgE

In Frankreich sind die Arbeiten an der neuen Ernteversicherung in vollem Gang. Dass dieses Thema die Landwirte mobilisiert, wurde bei einem Runden Tisch deutlich, der auf dem jährlichen Kongress des französischen Bauernverbandes (FNSEA) in Saint-Etienne zusammenkam.

Wichtigster Baustein ist für den landwirtschaftlichen Berufsstand die sogenannte Sockelversicherung, die allen Betriebsformen offenstehen soll. Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll will insgesamt 65 Prozent der fälligen Beiträge dieses Sockelvertrages staatlich unterstützen. FNSEA-Vizepräsident Joël Limouzin betonte, dass dieses Modell den geschädigten Landwirten ein Basisangebot mit einem optionalen System ermöglichen würde. Ziel sei es, damit möglichst viele Berufskollegen anzusprechen, sowohl diejenigen, die bislang noch nicht versichert seien, als auch jene, die schon versichert seien.

Als grosse Herausforderung sieht Limouzin bei der Einführung dieses Versicherungsmodells die Definition der Produktionskosten. Es seien aber bereits die Bestandteile entwickelt worden, um das Instrument 2016 zu starten, so der FNSEA-Vizepräsident. Darüber hinaus gebe es innerhalb des Bauernverbandes Überlegungen, neben den vier Ausführungen der Sockelversicherung für Ackerbau, Obstbau, Weinbau und Grünland eine fünfte für „Spezialkulturen“ einzuführen.

Aus Sicht des FNSEA ist der Sockelvertrag Ackerbau zu wenig an die Besonderheiten der Spezialkulturen angepasst. François Schmitt von der Vereinigung der genossenschaftlichen Agrarversicherungskassen (Groupama) berichtete, dass sein Haus an einer Basisversicherung arbeite, die gegenüber dem bisherigen Niveau um 15 bis 20 Prozent günstiger werden solle, um möglichst viele Landwirte dafür zu gewinnen. Das System solle zur Ernte 2016 einsatzfähig sein.

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