10.09.2018 09:54
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
F: Fleischkonsum sinkt deutlich
In Frankreich wird immer weniger Fleisch gegessen. Laut Angaben des Marktforschungsinstituts Crédoc ging der durchschnittliche Tagesverzehr im Zeitraum von 2007 bis 2016 um gut 12 % auf 135 g zurück.

Besonders Frischfleisch ist immer weniger gefragt; hier schrumpfte der Konsum um ein Fünftel auf 46 g pro Tag. Der Verzehr von Fleischwaren nahm im Berichtszeitraum noch deutlicher ab, und zwar um 17,2% auf täglich 29 g. 

Weitgehend stabil blieb die Nachfrage bei Geflügel und Wild; hier verringerte sich die Menge nur um 2,9% auf 33 g. Ein leichtes Plus verzeichnete indes der Konsum in Form von fleischhaltigen verarbeiteten Produkten wie beispielsweise Fertiggerichten. In dieser Kategorie stieg der durchschnittliche tägliche Fleischverbrauch von 22 g im Jahr 2007 auf 23 g im Jahr 2016. Mit der konsumierten Menge ging auch die Anzahl der fleischhaltigen Mahlzeiten zurück. 

Im Jahr 2007 wurde den Marktforschern zufolge durchschnittlich noch 11,8 Mal pro Woche Fleisch konsumiert, 2016 waren es 10,1 Mal. Auch hier widersetzten sich einzig die fleischhaltigen Fertigprodukte dem Gesamttrend und verzeichneten eine geringfügige Steigerung auf drei Mahlzeiten pro Woche. Führend beim Fleischkonsum war 2016 laut den Angaben von Crédoc die Altersgruppe der 18 bis 24-Jährigen, die im Mittel täglich 148 g verzehrte. Gegessen wurde das Fleisch in dieser Kohorte besonders häufig in Form von verarbeiteten Produkten, auf die durchschnittlich 4,5 Mal pro Woche zurückgegriffen wurde - das entsprach 42,5 % der wöchentlichen fleischhaltigen Mahlzeiten.

Mit 138 g pro Tag lagen die Gruppen von 25 bis 34 Jahren, 35 bis 44 Jahren und 55 bis 64 Jahren beim Verzehr gleichauf. Die 45 bis 54-Jährigen assen mit 135 g pro Tag etwas weniger Fleisch. Mit zunehmendem Alter sinkt der Appetit darauf allerdings deutlicher. Die 65 bis 74-Jährigen nahmen täglich 127 g zu sich.

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