26.06.2017 08:35
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
F: Weniger Äpfel wegen Frost
Die Nachtfröste im April 2017 werden im laufenden Jahr zu einer spürbar geringeren Apfelernte in Frankreich führen. Einer aktuellen Vorhersage des Statistischen Dienstes des Pariser Landwirtschaftsministeriums (Agreste) zufolge wird sich die diesjährige Produktionsmenge nur auf 1,34 Mio. t belaufen.

Das wären 11% weniger als in der vergangenen Saison. Zudem würde die durchschnittliche Erzeugung der Jahre 2012 bis 2016 um 12% unterschritten, womit eine der kleinsten Apfelernten in den vergangenen zehn Jahren ins Haus steht.

Die Frostschäden fallen laut Agreste in den Regionen sehr unterschiedlich aus. So ist in manchen Gebieten des Rhonetals mit Ernteverlusten bis zu 90% zu rechnen, während in Aquitanien insgesamt „nur“ rund 10% weniger Äpfel als 2016 gepflückt werden dürften. Im grossen Anbaugebiet Languedoc-Roussillon und dem Tal der Garonne soll die diesjährige Ernte lediglich um etwa 2% kleiner als in der vergangenen Saison ausfallen.

Bereits im vergangenen Jahr war die französische Apfelproduktion mit rund 1,5 Mio. t gegenüber 2015 rückläufig gewesen, nämlich um 6%. Dies erklärt, warum die Apfelexporte Frankreichs in den ersten acht Monaten der aktuellen Vermarktungssaison, nämlich von August 2016 bis März 2017, um 19% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken sind. Trotz der kleineren Verkaufsmengen wegen der geringeren Ernte 2016 gingen bisher die Erlöse der Obstbauern laut Agreste insgesamt kaum zurück. Grund dafür war der deutlich höhere Apfelpreis.

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