Freitag, 18. Juni 2021
25.12.2013 09:41
Frankreich

Frankreich: Milchbranche auf Annährungskurs?

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Von: AgE

Das erneute Treffen der französischen Milchbranche stand ganz im Zeichen der schwierigen Handelsbeziehungen zwischen Bauern, Verarbeitern und Handel. Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach Milch wollen sie versuchen, den „Preiskampf“ bei der Trinkmilch in Frankreich beizulegen.

Gemeinsames Anliegen ist es, denWertschöpfungsanteil zu verbessern und eine bessere Margenverteilung zu erreichen. Regierungsvertreter sassen wie angekündigt bei diesem Treffen nicht mit am Runden Tisch. Dort wurde ein Ausblick auf die Geschäftslage am Milchmarkt gegeben, der demnach eindeutig gute Perspektiven für Milchprodukte zeigt – mit einer steigenden Nachfrage und einer nicht ausreichenden Produktionsmenge.

3 Cent (3,6 Rp.) mehr pro Liter

„Der Milchmarkt bewegt sich auf einem hohen Niveau. Jedermann muss registrieren, dass wir ein Interesse daran haben, diese Dynamik in der Branche zu erhalten“, betonte der Präsident des Milcherzeugerverbandes (FNPL), Thierry Rocquefeuil, der auch dem interprofessionellen Zentrum der Milchwirtschaft (Cniel) vorsteht. Da die französische Milchbranche gute Perspektiven an den Märkten habe, seien Produzenten und Weiterverarbeiter aufgerufen, diese auch zu realisieren.

Rocquefeuil unterstrich in dem Zusammenhang, dass dabei insbesondere die Produzenten nicht stets zum „Schwachpunkt der Produktionskette“ gemacht werden dürften. Mit Blick auf den letzten Milchauszahlungspreis für dieses Jahr im Dezember forderten die Milcherzeuger bei der Zusammenkunft einen Anstieg um 3 Cent/l bezogen auf den jährlichen durchschnittlichen Auszahlungspreis gegenüber 2012.

Lactalis und Danone stellen sich quer

Sie verwiesen in dem Zusammenhang auf die veränderte Marktsituation. Allerdings halten sich etwa Lactalis und Danone hier zurück, sie wollen ihre Generalversammlungen abwarten. Der Dachverband der Genossenschaftsmolkereien (FNCL) sprach sich dafür aus, wieder eine höhere Wertschöpfung zu generieren und diese besser zu verteilen.

Mit Blick auf die Preisverhandlungen 2014 plädierte er dafür, den mit der Vermittlung erreichten technischen Anstieg als Grundlage für die Verhandlungen mit dem Handel zu verwenden. Erst zu Monatsbeginn hatten französische Milchbauern in rund 60 Départements gegen zu niedrige Erzeugerpreise protestiert. Ihr Unmut richtete sich dabei vor allem gegen Lactalis und Danone, die die im Frühjahr erzielte Einigung weiter ignorierten.

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