24.09.2014 09:00
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweinemarkt
Freiheit für Schweinefleischhandel gefordert
Die führenden Verbände der Schweineproduzenten in den USA, Kanada, Australien, Chile, Mexiko und Peru wollen den globalen Handel mit Schweinefleisch so weit wie möglich liberalisiert sehen. Dies brachten sie vorletzte Woche in einem gemeinsamen Offenen Brief an die Verhandlungsführer der Transpazifischen Partnerschaft (TPP) zum Ausdruck.

Darin fordern sie nach Angaben des mitunterzeichnenden US-Verbandes National Pork Producer Council ein umfassendes Freihandelsabkommen, dass keine Ausnahmen für Sektoren oder Produkte beinhaltet, insbesondere nicht für den Agrarsektor. Die angestrebte Handelsliberalisierung müsse zu einem vollständigen Abbau von Handelshemmnissen und Zöllen führen, was auch für den Schweinefleischbereich gelte.

Anlass für diesen Aufruf ist die Besorgnis der Verbände, dass insbesondere Japan im Rahmen der TPP zu weitreichende Zugeständnisse gemacht werden. So habe Nippon bisher unzureichende Zollsenkungsangebote im Agrarbereich vorgelegt und scheine auch nicht geneigt zu sein, seinen Einfuhrmindestpreis für Schweinefleisch zügig abschaffen zu wollen. Sollte Japan damit durchkommen, wäre dies ein gefährlicher Präzedenzfall, der andere Teilnehmer ebenfalls zur Aufrechterhaltung von Ausnahmeregelungen ermuntern würde.

Die Ziele der TPP würden damit verfehlt und die Vorbildfunktion für andere Freihandelsabkommen ginge verloren, betonten die Verbände. Sie fordern deshalb ihre Regierungen zu einer „Verdoppelung ihrer Anstrengungen“ auf, um Tokio von seiner Position abzubringen. Sollte dies nicht gelingen,
müsste das Land von den Verhandlungen ausgeschlossen und eine Freihandelszone ohne Japan beschlossen werden.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE